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Wildtiere erwachenAchtung, diese Garten-Falle kann für Igel tödlich sein

Endlich wird es wärmer und die Natur erwacht. Für viele Tiere wie Igel und Frösche endet die Winterpause. Aber Vorsicht: Ein häufiger Fehler im eigenen Garten kann für sie zur Todesfalle werden.

Mit den steigenden Temperaturen im Frühjahr endet für zahlreiche heimische Tierarten die Zeit des Winterschlafs. Wie die dpa meldet, drängen sie aus ihren Unterschlüpfen, um Futter zu finden und sich fortzupflanzen. Jenifer Calvi von der Deutschen Wildtierstiftung erläutert, welche Unterstützung die Tiere in dieser Phase benötigen und welche Risiken es gibt.

Wer ist jetzt wieder unterwegs? Hummeln, Igel und Fledermäuse sind zurück

Wenn die Temperaturen über den Gefrierpunkt steigen, tauchen die jungen Hummelköniginnen auf. Der Zitronenfalter, als erster Schmetterling des Jahres, ist ab Temperaturen von 14 Grad in der Luft zu sehen.

Igel und Feldhamster kommen im April aus ihren Winterquartieren. Fledermäuse beenden ihren Winterschlaf zwischen Ende März und Mitte April. Sobald die Nächte durchgehend über fünf Grad bleiben, beginnen auch Kröten und Frösche ihre Wanderung zu den Laichplätzen. Einer der letzten ist der Siebenschläfer, der erst im Mai seine Höhle verlässt.

Lebensgefahr für Igel: Warum Ihr Gartenzaun zur tödlichen Falle wird

Um Igeln eine gefahrlose Futtersuche zu ermöglichen, müssen Gärten durchlässig gestaltet sein. Die Expertin Calvi empfiehlt Öffnungen in Mauern oder Zäunen von wenigstens 13 mal 13 Zentimetern Größe, damit die Tiere passieren können.

Wenn solche Lücken nicht vorhanden sind, wird es für die stacheligen Gartenbewohner extrem riskant. „Sie suchen sich oft gefährliche Umwege: Sie quetschen sich unter Drahtzäunen hindurch oder überqueren Straßen, was zu Verletzungen oder sogar zum Tod führen kann“, macht Calvi deutlich. Ein einfacher Durchschlupf im Zaun kann also über Leben und Tod entscheiden.

So helfen Sie den Wildtieren im Frühjahr wirklich

Jeder kann etwas tun, um den Tieren zu helfen. Pflanzen wie Krokusse und Weidenkätzchen sind für Hummeln eine essenzielle erste Nahrungsquelle. Um Fledermäuse zu fördern, locken nachtblühende Gewächse wie die Nachtkerze oder Nachtviole Insekten an, die ihnen als Futter dienen.

Für den Igel sind Hecken, die Insekten anziehen, wie Weißdorn oder Wildrose besser als Thuja und Kirschlorbeer. Grundsätzlich sollte im Garten auf Pestizide verzichtet werden. Auch das Herbstlaub sollte man noch eine Zeit lang liegen lassen. Mit dem Rasenmähen wartet man am besten bis Ende Mai.

Vorsicht auf der Straße und beim Gassi gehen

Straßen werden für Amphibien jetzt zur Todesfalle. An Stellen, wo Schilder auf die Wanderungen hinweisen, ist besondere Aufmerksamkeit geboten und eine Geschwindigkeit von maximal 30 km/h angebracht. Wer sich engagieren möchte, kann über lokale Naturschutzverbände dabei helfen, die Tiere sicher über die Fahrbahn zu geleiten.

Auch bei Ausflügen in die Natur ist Rücksichtnahme gefragt, da der erste Nachwuchs bei den Wildtieren schon unterwegs ist – zum Beispiel junge Feldhasen, Dachse und Fuchswelpen. Hunde sollten aus diesem Grund unbedingt an der Leine geführt werden, damit sie die Jungtiere und deren Mütter nicht stören oder hetzen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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