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Gefährliche Gift-AmeiseErster Nachweis in Deutschland – Stich kann Schock auslösen

Gefährliche Ameisenart erstmals in Deutschland nachgewiesen

Copyright: Aron Bellersheim/Senckenberg Gesellschaft/dpa

Die Insekten werden von der Europäischen Union als besonders problematisch eingestuft.(Handout)

Ein winziges Insekt sorgt für große Sorge. In Stuttgart wurde eine hochgefährliche Ameise gefunden, die sich hier breitmacht.

In einer Grünanlage in Stuttgart ist eine neue, eingeschleppte Ameisensorte aufgespürt worden. Ihr Biss kann allergische Schocks auslösen, die im schlimmsten Fall tödlich enden. Es ist der allererste bestätigte Fund der Asiatischen Nadelameise hierzulande, wie die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung aus Frankfurt und die Universität Hohenheim in Stuttgart mitteilen.

Die Gefahr durch die kleinen Krabbler wird von offizieller Seite sehr ernst genommen. „Die Insekten werden von der Europäischen Union aufgrund ihrer möglichen Schadwirkung und ihrer potenziell allergieauslösenden Stiche als besonders problematisch eingestuft“, erklärten die Fachleute der Senckenberg Gesellschaft, wie die dpa berichtet. Bereits im vergangenen Sommer hatte die EU die Art in die höchste Gefahrenklasse eingeteilt.

Forscher finden ganze Kolonie in Stuttgarter Park

Im Rosensteinpark in Stuttgart machten Wissenschaftler laut eigenen Angaben im vergangenen Juni die brisante Entdeckung. Brendon Boudinot vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt schildert den Fund: „Wir konnten in dem Park eine vollständige Kolonie der Asiatischen Nadelameise mit Nachwuchs entdecken“. Das ist der Hammer: Es bedeutet, dass es sich nicht um vereinzelte Tiere handelt. Vielmehr existiert wohl eine Population vor Ort, die den Winter überstehen kann.

Student hatte den richtigen Riecher – schon früher

Boudinot ist der Hauptautor einer Untersuchung zu diesem ersten Nachweis in Deutschland, die jetzt im Fachmagazin „Zootaxa“ veröffentlicht wurde. Und jetzt kommt's: Einer der Mitautoren, der Biologiestudent Max Härtel aus Stuttgart, hatte laut der Universität Hohenheim schon kurz davor ein Exemplar der Spezies (Brachyponera chinensis) im Zoo Wilhelma in Stuttgart gefunden und identifiziert.

Die Heimat der Asiatischen Nadelameise ist ursprünglich Ostasien. In Europa tauchte die Spezies zum Beispiel im Jahr 2020 in der italienischen Stadt Neapel auf.

Klimawandel hilft den gefährlichen Invasoren

Solche invasiven Ameisenarten richten global beträchtliche Schäden an. Sie können eine Bedrohung für öffentliche Parks und private Gärten darstellen, Nutztiere und auch geschützte Spezies attackieren und komplette Ökosysteme umkrempeln. Die Verbreitung der Tiere geschieht oft unbemerkt, zum Beispiel durch den globalen Handel mit Pflanzen, in Frachtcontainern oder im Reisegepäck. Die Ausbreitung dieser Arten wird durch den Klimawandel und die damit verbundenen höheren Temperaturen zusätzlich gefördert. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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