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Gefährliche Sonnen-FehlerExperte erklärt, was viele beim Sonnenschutz falsch machen

Eine junge Frau verteilt Sonnencreme auf ihrer Haut

Copyright: Christin Klose/dpa-tmn

LSF 50 ist kein Zauberumhang: Wer zu wenig aufträgt oder nach dem Baden nicht nachcremt, erreicht den Schutz oft nicht, warnt das CRM.

Sonnencreme: Diese 5 Fehler machen fast alle Urlauber.

Endlich Sommer, endlich Urlaub! Aber Achtung, Sonnenanbeter. Viele machen beim Schutz vor der Sonne alles falsch und gefährden ihre Haut. Das Centrum für Reisemedizin (CRM) schlägt Alarm und zeigt die fünf häufigsten Patzer auf, die ihr kennen müsst.

Patzer 1: Geiz beim Cremen

Schnell zur Flasche mit Lichtschutzfaktor (LSF) 50 gegriffen und schon ist man sicher? Ein Trugschluss. Der versprochene Schutzfaktor wird in der Realität kaum jemals erzielt. „LSF 50 nützt wenig, wenn Sonnencreme zu sparsam aufgetragen oder nach dem Baden nicht erneuert wird“, bringt es Prof. Tomas Jelinek, wissenschaftlicher Leiter des CRM, auf den Punkt.

Doch was ist die richtige Menge für einen Erwachsenen? Man glaubt es kaum: Laut CRM sind es pro Eincremen rund 30 bis 40 Gramm. Das sind umgerechnet drei bis vier Esslöffel voll! Und noch ein Tipp: Das Mittel braucht Zeit zum Wirken. Tragt es also eine halbe Stunde auf, bevor ihr in die Sonne geht.

Patzer 2: Dem „wasserfest“-Siegel blind vertrauen

Verlasst euch bloß nicht auf den Aufdruck „wasserfest“, nur weil er neben dem Lichtschutzfaktor steht. Tomas Jelinek klärt auf, was dieser Begriff wirklich heißt. Die Kennzeichnung auf einer Sonnencreme besagt nur, „dass nach zwei Wasseraufenthalten von jeweils 20 Minuten noch mindestens die Hälfte des ursprünglichen Lichtschutzfaktors erhalten bleibt“.

Für „extra wasserfest“ gilt das Ganze nach viermaligem Planschen für je 20 Minuten. Die goldene Regel lautet also: Immer wieder nachschmieren! Nur so bleibt der Schutz beim Baden im Meer oder Pool bestehen.

Patzer 3: Die Creme vom Vorjahr benutzen

Die riesige Flasche vom letzten Urlaub ist noch halbvoll und soll dieses Jahr wieder mit? Keine gute Idee! Verlasst euch nicht auf den versprochenen Schutz. Das CRM warnt: Hitze, pralle Sonne und eine lange Aufbewahrung können die UV-Filter unwirksam machen und den Schutz zunichtemachen. Ist das Haltbarkeitsdatum überschritten, gehört die alte Creme in den Müll.

Patzer 4: Falsche Reihenfolge bei Mückenspray

Sonne und Mücken gehören im Urlaub oft zusammen, gerade in tropischen Ländern. Doch was kommt zuerst? Hier ist die korrekte Vorgehensweise entscheidend. Lasst die Sonnencreme erst 15 bis 20 Minuten einwirken, bevor ihr zum Mückenspray greift. Bestimmte Wirkstoffe in den Mitteln gegen Insekten (wie DEET oder Icaridin) können ansonsten den UV-Schutz eurer Creme schwächen.

Patzer 5: Die Kraft der Sonne unterschätzen

Ein paar Wolken am Himmel, ein leichter Wind – da kann die Sonne ja nicht so knallen, oder? Ein fataler Irrtum! Viele Urlauber verkennen die Stärke der UV-Strahlung bei genau diesem Wetter, vor allem am Wasser oder im Gebirge. Verlasst euch nicht auf euer Gefühl, sondern checkt den UV-Index, den viele Wetter-Apps anzeigen. Bereits ab einem Wert von 3 sind Schutzvorkehrungen ratsam.

Wenn die Sonne richtig brennt, ist Creme allein zu wenig. Bei starker Strahlung braucht es mehr: Zusätzlich zum Sonnenschutz mit LSF 50 solltet ihr auf dicht gewebte Stoffe, eine gute Sonnenbrille und etwas auf dem Kopf setzen. Und die heiße Mittagssonne? Macht am besten einen großen Bogen darum. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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