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Irres Finale beim GiroSieger stürzt, biegt falsch ab und triumphiert trotzdem

UCI WorldTour - Giro d’Italia

Copyright: Fabio Ferrari/LaPresse/AP/dpa

Die fünfte Giro-Etappe war von starken Regenfällen geprägt.

Giro-Drama: Sturz, falsche Abbiegung und doch der Sieg

Zwei Ausreißer, zwei Stürze und ein Sieger, der sich verfährt – was für ein skurriles Finale auf der fünften Etappe des Giro d'Italia! Der junge Spanier Igor Arrieta hat nach einem unfassbaren Drama in Potenza den Sieg geholt. Im Sprint rang er seinen Fluchtkollegen Alfonso Eulalio aus Portugal nieder.

Der absolute Wahnsinn dabei: Gut zwei Kilometer vor dem Ziel nahm Arrieta auf der regennassen Straße eine falsche Abbiegung, weil er sich verbremst hatte. Mit letzter Kraft kämpfte er sich zurück an Eulalio heran und zog 200 Meter vor der Linie an seinem völlig entkräfteten Kontrahenten vorbei.

Regen, Hagel und zwei Stürze im Finale

„Ich war völlig leer auf den letzten Kilometern, aber ich wusste, dass es Eulalio genauso geht. Ich dachte erst, es wäre unmöglich nach dem Missgeschick. Es waren ja nur noch zwei Kilometer“, sagte ein erschöpfter, aber glücklicher Arrieta im Ziel. Für sein UAE-Team war es der zweite Sieg in Folge, nachdem Teamkollege Jhonatan Narvaez am Vortag triumphiert hatte.

Die Kilometer davor waren an Dramatik kaum zu überbieten. Auf dem harten Teilstück mit 3800 Höhenmetern, geprägt von starkem Regen und sogar Hagel, hatten sich Arrieta und Eulalio aus einer Fluchtgruppe abgesetzt. 13,5 Kilometer vor dem Ziel stürzte Arrieta in einer Abfahrt – der Weg zum Sieg schien für Eulalio frei. Doch dann der nächste Schock: 6,5 Kilometer vor dem Ziel kam auch Eulalio zu Fall! Arrieta schaffte den Anschluss wieder, bevor er sich selbst verfuhr.

Rosa Trikot als Trostpreis für den Zweiten

In der Gesamtwertung gab es ebenfalls eine Wachablösung. Der Italiener Giulio Ciccone vom deutschen Lidl-Team musste das Rosa Trikot des Spitzenreiters nach nur einem Tag wieder abgeben. Neuer Führender ist nun ausgerechnet der 24-jährige Etappen-Zweite Alfonso Eulalio. Tagessieger Arrieta ist mit einem Rückstand von 2:51 Minuten neuer Zweiter.

Bevor am Freitag der erste schwere Bergtest ansteht, bekommen die Sprinter noch einmal ihre Chance. Die 141 Kilometer von Paestum nach Neapel sind flach und wie gemacht für Italiens Sprint-Star Jonathan Milan, der bisher noch auf einen Etappensieg wartet. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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