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Greller Blitz bei KölnVideo zeigt Schock-Moment: Anwohner filmt mutmaßlichen Anschlag

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Ein lauter Knall, dann Blitze am Himmel: Ein Anwohner filmt zufällig einen mutmaßlichen Anschlag auf das Stromnetz in Bergheim.

Ein lauter Knall, dann schießen Blitze in den Himmel. Ein Mann aus Bergheim filmt zufällig mit seinem Handy den Moment, den die Polizei später als einen mutmaßlich gezielten Anschlag auf die Infrastruktur bezeichnen wird.

Der Filmende befand sich etwa drei Kilometer von der Amprion-Anlage entfernt, getrennt durch Ackerland. In seiner Aufnahme ist nicht nur die Umspannanlage zu sehen, sondern auch das RWE-Kraftwerk in Bergheim-Niederaußem. Über das Video (oben ansehen) berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Blitze und Rauch: Anschlag im Video festgehalten

Unvermittelt schlagen helle, weiße Blitze aus dem Boden. Die lauten Explosionsgeräusche dringen bis zum Standort des Filmenden durch, kurz danach steigt Rauch auf.

Was steckte dahinter? Laut NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) haben Unbekannte einen Kurzschluss provoziert. Ermittlungen legen nahe, dass sie Kabel über die Hochspannungsleitung geworfen haben.

Die Einsatzkräfte wurden am Dienstagabend gegen 20.00 Uhr alarmiert, ursprünglich wegen einer „technischen Störung“ am Umspannwerk in Bergheim-Rheidt. Ein Polizeisprecher äußerte zunächst den Verdacht, dass mehrere Leitungen durch einen Kurzschluss ausgefallen seien. Doch schon am folgenden Morgen stand fest: Dies war kein technischer Defekt, sondern eine „vorsätzliche Tat, eine Straftat“.

Anwohner schildert die unheimlichen Momente

Das private Video wurde in Bergheim-Fliesteden gemacht. Der 36-jährige Filmer war gerade mit dem Familienhund auf seiner abendlichen Runde, als die Stille jäh ein Ende fand. Aus einer Entfernung von circa drei Kilometern hörte er einen lauten Knall und sah Rauch aufsteigen.

Er zückte sofort sein Handy und filmte die Situation, die er sich anfangs nicht erklären konnte. „Ich war einfach neugierig. Angst hatte ich nicht“, berichtet er. Zuerst hielt der Bergheimer es für Feuerwerk. Aber als es weiter knallte, wurde ihm klar, dass er sich getäuscht hatte.

Videoaufnahme wird jetzt von der Polizei ausgewertet

Es muss exakt 20 Uhr gewesen sein, als es passierte. Im Clip des 36-Jährigen ist der Glockenschlag einer Kirche zu vernehmen, vermutlich aus dem nahen Büsdorf. Danach trat eine gespenstische Stille ein. „Nicht mal die Krähen waren zu hören“, sagt er.

Zu Hause angekommen, zeigte er seiner Frau das Video und rief die Polizei. Er verbrachte mehrere Stunden auf der Wache, wo seine Aussage zu Protokoll genommen und die Aufnahme als Beweismaterial sichergestellt wurde. Verdächtige Personen oder Fahrzeuge hat er aber nicht gesehen. „Dafür war ich dann doch zu weit vom Umspannwerk entfernt.“ (red)

Mehrere Polizeikräfte stehen vor einem Polizeifahrzeug, dahinter stehen weitere Wagen der Polizei.
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