Wirbel um Pascha-Kredit und Luxus-Schleuseraffäre: Die Volksbank Köln-Bonn hat jetzt ein Vorstandsmitglied suspendiert.
Es geht auch ums PaschaVolksbank Köln-Bonn beurlaubt Vorstandsmitglied

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Filiale der Volksbank Köln Bonn eG am Heumarkt.
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Ein Top-Manager der Volksbank wurde beurlaubt. Die Gründe: Dubiose Verbindungen zur Schleuser-Affäre und ein Darlehen für das Bordell Pascha. Eine Sonderprüfung wurde eingeleitet, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.
Das Aufsichtsgremium der Volksbank Köln-Bonn zieht erste Konsequenzen aus der Kreditvergabe zur Finanzierung einer Kölner Bordell-Immobilie. Das Geldhaus informierte am Mittwochnachmittag (15. Juli 2026) auf seiner Webseite darüber, dass eine Entscheidung getroffen wurde. „Der Aufsichtsrat der Volksbank Köln-Bonn hat beschlossen, eine externe Sonderprüfung durch eine unabhängige Kanzlei einzuleiten“, heißt es in der Mitteilung.
Die Untersuchung soll den gesamten „Sachverhalt im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die Verbindung eines Vorstandsmitgliedes der Bank zu den Protagonisten im Ermittlungsverfahren der sogenannten Luxus-Schleuseraffäre und die mögliche persönliche Vorteilnahme durch ein Vorstandsmitglied bei der Kreditvergabe für eine Zwischenfinanzierung der Immobilie Hornstraße lückenlos aufgeklärt werden“, wie das Institut wörtlich erklärt.
Bei der Immobilie in der Hornstraße handelt es sich unverkennbar um das stadtbekannte Groß-Bordell „Pascha“.
Affäre hat personelle Konsequenzen
Für die Chefetage des Instituts ergeben sich daraus unmittelbare, wenn auch vorläufige, personelle Folgen. „Um die vollständige Unabhängigkeit der externen Sonderprüfung zu gewährleisten, wird das betroffene Vorstandsmitglied für den Zeitraum der Untersuchung beurlaubt“, verkündet die Genossenschaftsbank. Weiterhin wird betont, dass die Unschuldsvermutung gilt.
Der Vorstand der Volksbank Köln-Bonn setzt sich aktuell aus drei Personen zusammen. An der Spitze steht Jürgen Pütz als Vorstandsvorsitzender, der für die strategische Ausrichtung und das Private Banking verantwortlich ist. Das Firmenkundengeschäft wird von Jürgen Neutgens geleitet. Volker Klein ist als Vertriebsvorstand für das Filialnetz zuständig. Welches der drei Mitglieder beurlaubt wurde, verrät die Volksbank nicht.
„Laufendes Ermittlungsverfahren richtet sich nicht gegen Volksbank Köln-Bonn“
Die Volksbank Köln-Bonn sei weiterhin operativ voll einsatzfähig, wird vonseiten des Instituts versichert. Die Geschäfte der Bank werden von den verbleibenden Vorstandsmitgliedern ohne Unterbrechung fortgeführt, so die Information. Die Entscheidung zur Freistellung wurde vom Aufsichtsrat getroffen, dessen Vorsitzender der Unternehmer und Kreishandwerksmeister Nicolai Lucks ist.
Die Bank stellt klar: „Das laufende Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Düsseldorf richtet sich nicht gegen die Volksbank Köln-Bonn.“ Man arbeite jedoch mit den zuständigen Stellen zusammen. In dieser Causa ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Mitglieder einer mutmaßlichen Organisation von Schleusern. Diese sollen vermögenden Personen – hauptsächlich wohl aus China – gegen die Zahlung hoher Summen Aufenthaltstitel für Deutschland besorgt haben.
In der Vorwoche war die Kreditvergabe durch die Genossenschaftsbank aus Köln/Bonn für die Finanzierung des Bordell-Gebäudes publik geworden. Das Pascha zählt zu den größten Etablissements dieser Art in Europa. Der Vorgang sorgte für erhebliches Aufsehen und massive Verstimmung innerhalb der genossenschaftlichen Finanzbranche, wie Führungskräfte anderer Volksbanken bestätigten. (red)
