Wie geht es mit dem Kölner „Colonius“ weiter? Jetzt äußert sich der Betreiber.
„Potenzieller Interessent“Kölner „Colonius“ – es gibt neue Details
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Die Aussichtsplattform des Kölner Fernsehturms ist seit 1999 geschlossen! Seit Jahren fragen sich Kölner und Kölnerinnen: Wie geht es mit dem bekanntesten Leerstand der Stadt weiter?
Vor einem Jahr berichtete EXPRESS.de, dass sich ein Interessent gefunden hat, der die „Colonius“-Aussichtsplattform wieder zum Leben erwecken will. Doch angeblich fehlen 60 Millionen Euro!
Kölner Fernsehturm „Colonius“: „Wir haben weiterhin einen potenziellen Interessenten“
Wie ist der aktuelle Stand? „Wir haben weiterhin einen potenziellen Interessenten“, bestätigt Benedikt Albers, Sprecher des Eigentümers, der Deutschen Funkturm GmbH (DFMG), auf EXPRESS.de-Nachfrage am Mittwoch (4. März).
Allerdings gehe es nicht um ein reines Gastronomie-Angebot, vielmehr würde der Event-Charakter im Vordergrund stehen: Konzerte, Lesungen, verschiedene Veranstaltungen könnten das Konzept sein.
In der Vergangenheit gab es auch viele unseriöse Angebote. Auch ein Großbordell habe schon mal Interesse gezeigt und wollte einen Ableger in luftiger Höhe, erzählt Albers in einer WDR-Doku über den „Colonius“. Daraus wurde zum Glück nichts.
Auch ein Hotel, ein Kino und ein Fitnessstudio wollten den exklusiven Standort nutzen.
Das Problem des Turms: Zunächst muss der unter Denkmalschutz stehende „Colonius“ an der Inneren Kanalstraße für viel Geld saniert werden, damit eine Wiedereröffnung der seit mehr als zwei Jahrzehnten geschlossenen Plattform auf 166 Metern Höhe infrage kommt.
Die Kosten für die Sanierung sollten laut DFMG rund 60 Millionen Euro betragen. Davon soll der Bund 30 Millionen Euro zahlen, das Land NRW und die Stadt jeweils 15 Millionen Euro. Der Denkmalschutz gilt als Mittel, um an die entsprechenden Fördertöpfe heranzukommen.
Doch bei der Stadt Köln sind die Kassen leer. Zuletzt hatte die Stadt sogar eine Haushaltssperre ausgerufen, die Ende des Jahres ausgelaufen ist. Die Finanzlage bleibt extrem angespannt.
Ohne dieses Geld wird es laut Albers keine Sanierung des „Colonius“ geben, daran ändert auch ein möglicher neuer Betreiber nichts. „Ohne die Förderung von Bund, Land und Stadt funktioniert das Konzept des Interessenten nicht.“
Ob mit oder ohne Aussichtsplattform – der Kölner Turm sei für die Telekommunikation weiterhin ein wichtiger Funkstandort, so Albers. Zudem gebe es eine große Projektnachfrage. So wurde zuletzt der Kölner „Tatort“ in luftiger Höhe gedreht ...



