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Nach Abschieds-Zoff beim WDR Kölner Moderatorin übernimmt Job bei der „Lokalzeit”

Sümeyra Kaya, die neue WDR-Moderatorin, im Portrait.

Sümeyra Kaya ist die neue Moderatorin der Lokalzeit aus Köln. Ab Montag (19. Juli) ist sie regelmäßig zu sehen.

Sümeyra Kaya heißt die neue Moderatorin bei der WDR-Lokalzeit aus Köln. Vorgängerin Simone Standl hatte sich nach dem Abschied kritisch gegenüber dem WDR geäußert.

Köln. Die Neue nimmt die Arbeit auf! Ab Montag (19. Juli) ist Sümeyra Kaya Teil des Moderations-Teams bei der „Lokalzeit aus Köln” beim WDR. Bei dem erfolgreichen Regionalmagazin steht sie künftig im Wechsel mit Julia Kleine und Henning Quanz vor der Kamera. Die Nachfolgerin von Simone Standl steht bereits seit Ende Juni fest, jetzt wird sie erstmals im TV zu sehen sein.

Bereits seit 2008 arbeitet Sümeyra Kaya für den Westdeutschen Rundfunk. Zunächst war sie als Moderatorin der türkisch- und deutschsprachigen Jugendsendung „Cilgin” von Köln Radyosu, dann auch im Tagesprogramm von Cosmo, dem internationalen und interkulturellen Radioprogramm.

Sümeyra Kaya neue Moderatorin bei der WDR-Lokalzeit aus Köln

Kaya selbst entstammt einer türkisch-deutschen Familie. Ihr Vater ist Türke, die Mutter Deutsche, Kaya wurde 1983 in Duisburg geboren. Sie selbst bezeichnet sich als „Ruhrpottgewächs mit anatolischem Einschlag”. Mittlerweile lebt die Moderatorin in Köln.

Früher strebte Sümeyra Kaya nach eigenen Angaben eine Hochschulkarriere an. Nachdem sie ihre Doktorarbeit über die türkische Europapolitik erfolgreich abgeschlossen hatte, wollte sie dann aber doch lieber ihre erste Leidenschaft zum Beruf machen. Als Journalistin und Moderatorin liegen ihr laut WDR „kontroverse Gespräche mit interessanten Menschen” besonders am Herzen.

Lokalzeit aus Köln: Kaya tritt Nachfolge von Simone Standl an

Als Teil des Moderations-Teams der Lokalzeit tritt Kaya die Nachfolge von Simone Standl an. Nach 17 Jahren bei der Lokalzeit hatte Standl am 30. Juni ihre letzte Sendung moderiert, ihr Abschied vom WDR war allerdings alles andere als geräuschlos verlaufen. Im „Kölner Stadt-Anzeiger” hatte Standl dem WDR gegenüber Vorwürfe erhoben, ihr Ende beim Sender sei nicht aus inhaltlichen Gründen erfolgt.

„Der WDR begründet meinen Abschied damit, der Sender müsse diverser werden. Das gehe nur mit neuen Gesichtern. Und Leute, die lange dabei sind, sollen als erstes gehen“, sagte die 59-Jährige. Der WDR allerdings wehrt sich gegen diese Darstellung. Vielfalt sei in den Redaktionen und im Programm wichtig, allerdings nicht der Grund für den Wechsel gewesen. Was stattdessen der Grund war, sagt der Sender aber nicht. Auch eine Pressemitteilung über den Abschied der verdienten Moderatorin gab es nicht.

Simone Standl: Kritik am WDR nach Abschied von Lokalzeit aus Köln

Standl jedenfalls zeigte sich frustriert. „Natürlich hat jeder Arbeitgeber das Recht, etwas anderes auszuprobieren, aber dann muss man anständig mit den Leuten umgehen. Ich stehe seit 27 Jahren beim WDR vor der Kamera, seit 1998 regelmäßig. Wir sind hier alle tief frustriert, das Klima ist nicht mehr schön.”

Trotzdem bleibt sie dem WDR erhalten und kommt künftig zumindest in der Radio-Version der „Lokalzeit“ bei WDR2 zum Einsatz. Ihre Nachfolgerin vor der Kamera ist eben Kaya. (tw)

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