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„Wäre kölnweit einzigartig“Plan für Mülheimer Brücke sorgt für Zoff im Stadtrat

Autos fahren in beide Richtungen über die Mülheimer Brücke

Die Baustelle auf der Mülheimer Brücke

Die Zukunft der Mülheimer Brücke spaltet den Kölner Rat.

Zoff im Kölner Stadtrat! Die Pläne von Verkehrsdezernent Ascan Egerer, die Autospuren auf der Mülheimer Brücke für einen Radweg dauerhaft zu verringern, sorgen für Zündstoff. Aus der Kölner Wirtschaft kommt deutliche Kritik und auch der Stadtrat ist tief gespalten.

CDU und FDP/KSG lehnen die Vorschläge ab, während Grüne und Linke sie befürworten. Die Volt-Fraktion möchte vor einer Entscheidung ein Gutachten abwarten, das der Verkehrsdezernent im eigenen Haus erstellen lassen will, anstatt ein unabhängiges Büro damit zu betrauen. Eine Mehrheit für Egerers gewünschtes Gutachten ist somit noch nicht sicher. Da es kein festes Bündnis im Rat gibt, muss für diesen Fall eine wechselnde Mehrheit gefunden werden.

Zoff im Kölner Stadtrat wegen Mülheimer Brücke

Unklar ist weiterhin, welche Position die SPD-Ratsfraktion zur Zukunft der Mülheimer Brücke einnehmen wird. Entgegen einer Ankündigung vom Dienstag konnte die Fraktion auch am Mittwoch keine Erklärung abgeben. Das Thema wurde in der Fraktionssitzung, die bis in die Abendstunden andauerte, intensiv diskutiert.

Norbert Fuchs, ehemaliger Bezirksbürgermeister von Mülheim und aktueller SPD-Vorsitzender des Stadtbezirks, äußerte sich laut „Kölner Stadt-Anzeiger“ hingegen am Mittwoch mit deutlichen Worten: „Es ist schon irritierend, dass sich das Verkehrsdezernat scheinbar bereits auf die aus seiner Sicht beste Variante festgelegt hat, nun aber ein Gutachten gesondert in Auftrag geben möchte, um sich die eigene Meinung bestätigen zu lassen“, erklärte er. Dies lasse an der Ergebnisoffenheit zweifeln. Für Mülheim sei eine gute Anbindung an die andere Rheinseite essenziell. „Wir bezweifeln, dass dies mit einer einspurigen Brücke – welche kölnweit einzigartig wäre – möglich ist“, so Fuchs.

Güler: „Eine der wichtigsten Verkehrsadern der Stadt“

Nachdem die CDU-Ratsfraktion bereits mitgeteilt hatte, weder einem Gutachten noch der Umwandlung der zweiten Autospur in einen Radweg zuzustimmen, meldete sich am Mittwoch auch CDU-Parteichefin Serap Güler zu Wort: „Die Mülheimer Brücke ist eine der wichtigsten Verkehrsadern unserer Stadt. Eine Reduzierung auf eine Spur bedeutet organisierte Staus, Behinderungen für Handwerk, Wirtschaft und Pendler – und schafft keinerlei zusätzlichen Nutzen für den Radverkehr“, sagte sie. Ähnlich sieht es die gemeinsame Ratsfraktion von FDP und KSG. Die verkehrspolitische Sprecherin Harriet Krüger sagte: „Die Idee, eine der wichtigsten Rheinquerungen Kölns einspurig zu machen, ist vollkommen kontraproduktiv und führt zum erheblichen Rückstau“.

Die Grünen argumentieren dagegen: „Wir setzen uns seit Langem für eine Radspur auf der Mülheimer Brücke ein, um dem wachsenden Radverkehr ein sicheres Angebot zu machen. Die einspurige Führung der Autos hat sich bereits während der Bauzeit bewährt“, sagte Deniz Ertin, Sprecher für Nahmobilität und Logistik. Unterstützung kommt ebenfalls von der Linken: „Wir unterstützen die Umwandlung einer Autospur in einen Radweg, denn wir sind für die Umverteilung des Verkehrsraumes zugunsten des Rad- und Fußverkehrs“, erklärte die verkehrspolitische Sprecherin Angela Bankert (red).

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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