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21. Kölner LichterErst Drohnenpanne, dann Jubelstürme für Spektakel

Die 21. Ausgabe der Kölner Lichter bot wieder ein spektakuläres Feuerwerk. Die Drohnenshow startete mit Problemen. Aufgrund des Niedrigwassers fand der Schiffskonvoi in abgespeckter Form statt.

Erst war Geduld gefragt, doch dann entschädigte die Show für die 20-minütige Wartezeit enorm. Als um 23.53 Uhr die letzten Donnerschläge verhallt waren, hupten die Schiffe auf dem Rhein traditionell.

Am Ufer gab es lauten Applaus. Die 21. Ausgabe der Kölner Lichter war einmal mehr ein Spektakel. Vor allem das klassische Höhenfeuerwerk sorgte schon zwischendurch immer wieder für Begeisterung.

Kölner Lichter: Mehr als 150.000 Menschen am Rheinufer

Die in diesem Jahr erstmals durchgeführte Drohnenshow zeigte hingegen große Schwächen. Dreimal musste der Start der mehr als 500 Drohnen am Rheinboulevard neu gestartet werden, weil diese die Funkverbindung auf dem Weg zum Himmel verloren hatten.

Nachdem die technischen Probleme endlich behoben waren, zeigten sich über der Hohenzollernbrücke in 250 Metern Höhe ein paar beeindruckende Motive. Doch als es hieß „Ich übergebe den Zauberstab an den alten Gandalef“, ging es erst richtig rund.

Gemeint war Chef-Pyrotechniker Georg Alef. Der hatte in diesem Jahr ein Programm unter dem Motto „Die magische Schule des Feuerwerks“ zusammengestellt. Er zündete spektakuläre neue Pyroeffekte wie die „Lametta-Rakete“. Und auch die Musik war entsprechend magisch.

Feuerwerk bei den Kölner Lichtern.

Copyright: Daniela Decker

Chef-Pyrotechniker Georg Alef hatte wieder etliche spektakuläre Feuerwerkskörper gezündet.

Zum Auftakt ertönte „Der Feuervogel“ von Igor Strawinsky. Das klassische Werk hatte das Kölner Soundshape-Ensemble eingespielt. Weiter ging es mit „Evenstar“ aus „Herr der Ringe“. Gleich drei Themen aus Harry Potter bildeten die Untermalung zum Pyrotechnik-Spektakel.

Mit „Beautiful Things“ von Benson Boone, „Abracadabra“ von Lady Gaga und „Bohemian Rhapsody“ von Queen waren auch große Popsongs Teil des musikalischen Ablaufplans. Emotional ging das 27-minütige Feuerwerk zu „Never Enough“ aus dem Musical „The Greatest Showman“ zu Ende.

Auf jeweils zwei Kilometern standen an beiden Rheinufern 16 Lautsprecher, die die Musik zum Feuerwerk übertrugen. Moderator Henning Krautmacher hatte im Vorfeld das Publikum auf den Abend eingestimmt. Nach ersten Schätzungen waren mindestens 150.000 Menschen vor Ort, um beim Erlebnis live dabei zu sein.

Die Drohnenshow bei den Kölner Lichtern.

Copyright: Daniela Decker

Die erstmals durchgeführte Drohnenshow startete mit 20-minütiger Verspätung.

Schirmherr Anton Mertens feierte in den Rheinterrassen seinen 65. Geburtstag unter anderem mit einem Live-Konzert von Planschemalöör und Gästen wie FC-Präsident Jörn Stobbe. Eigentlich wollte der Osmab-Chef die Kölner Lichter auch auf dem Rhein erleben, aber sein Schiff schaffte es ebenfalls nicht nach Köln.

Von den ursprünglich 27 angemeldeten Schiffen waren sechs nicht in Köln, weil beim Rekord-Niedrig-Pegel von 67 Zentimetern ihr Tiefgang nicht ausreichte. Der Schiffskonvoi fand erstmals Richtung Niehl statt. Nur 16 Schiffe konnten daran teilnehmen. Die restlichen Boote blieben an den Landebrücken und feierten Bordfeste.

Handylichter bei der Ankunft des Schiffskonvois.

Copyright: Daniela Decker

„Lichter an, die Schiffe kommen“, hieß es wieder, als der etwas abgespeckte Schiffskonvoi den Bereich vor dem Tanzbrunnen erreichte.

Aber auch so war die Ankunft der Schiffe, begleitet vom Handy-Leuchten am Rheinufer, wieder ein echter Gänsehautmoment. Das Feuerschiff Doris, das sonst den Konvoi begleitet hatte, konnte ebenfalls nicht teilnehmen.

Für die größte Aufregung hatte im Vorfeld das Flusskreuzfahrtschiff MS Arielle Royal aus dem niederländischen Maasbracht gesorgt. Das hatte sich auf der rechten Rheinseite festgefahren und konnte nicht mehr aus dem Gefahrenbereich des Feuerwerksschiffs gebracht werden.

Johannes Hermanns mit Polizeibeamten am Rheinufer.

Copyright: Daniela Decker

Polizeipräsident Johannes Hermanns erkundigte sich persönlich vor Ort bei den Polizeibeamten, wie die Lage ist.

Rund um das Feuerwerk muss immer ein 200-Meter-Sicherheitsradius eingehalten werden. Deshalb war auch das freigelegte Rheinufer unterhalb des Tanzbrunnens abgesperrt worden. Hinter den Zäunen verfolgten Tausende das Feuerwerk auf einer Fläche, die sonst nie zugänglich ist. Das Hotelschiff wurde komplett evakuiert. Zudem musste der Kapitän schriftlich bestätigen, dass er für eventuelle Schäden an seinem Boot selbst aufkommt.

Kölns Polizeipräsident Johannes Hermanns saß an der Seite von Koelncongress-Geschäftsführer Ralf Nüsser direkt am Rheinufer unterhalb des Tanzbrunnens, um zu beobachten, ob alles nach Plan läuft. Viele Polizeikräfte patrouillierten durch die Menge.

Einlauf des Kölner Achters beim Stadtrennen.

Copyright: Daniela Decker

Der Kölner Achter (r.) beim Zieleinlauf. Das Ruderboot gewann die 91. Ausgabe des Kölner Stadtachters.

Mit einer Überraschung endete im Vorfeld des Feuerwerks die 91. Ausgabe des Kölner Stadtachters. Sechs Ruderboote hatten sich auf die 2,5 Kilometer lange Strecke gemacht. Der Sieg ging an den Achter vom Kölner Ruderverein. Er kam vor dem Team aus Neuss und der Gruppe aus Leverkusen ins Ziel.

Schon jetzt ist klar: Es wird auch eine 22. Ausgabe der Kölner Lichter geben. Am 31. Juli 2027 findet dann das Ereignis auf dem Rhein statt. Dann hoffentlich wieder mit mehr Wasser...

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