Heftige Szenen im Berufsverkehr haben sich am Morgen an der Venloer Straße in Ehrenfeld abgespielt.
Unfall in EhrenfeldFrauen prügeln sich an Kreuzung – dann kommt Kung-Fu ins Spiel

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Hier fährt der Krankenwagen am Unfallort an der Venloer Straße vor.

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Bei der Überquerung der Kreuzung zum Ehrenfeldgürtel durch einen Schwall von Menschen kamen sich am Donnerstagmorgen (26. März) um 7.40 Uhr eine Fahrradfahrerin und eine Passantin ins Gehege. Beide stürzten.
Was dann folgte, war eine wütende Auseinandersetzung. Noch auf dem Boden liegend kam es zwischen den Frauen zu einer Schlägerei.
Unfall in Köln-Ehrenfeld: Situation eskaliert
Die aufgebrachten Damen brüllten und traktierten sich mit Faustschlägen ins Gesicht und mit Tritten. Die Passantin kam als Erste wieder zum Stehen, wurde aber durch Beinschläge der am Boden liegenden Radfahrerin in Kung-Fu-Manier getroffen. Augenzeugen griffen auf beiden Seiten ein und trennten die Frauen voneinander, jemand rief die Polizei.
Innerhalb weniger Minuten trafen zwei Polizistinnen ein, sie kamen schnellen Schrittes zu Fuß vom nur 80 Meter entfernten Polizeirevier an den Tatort.
Die beiden Frauen wurden mit einem Sicherheitsabstand jeweils von Helfern getröstet und beruhigt, die Radlerin hatte Tränen in den Augen, ihr Fahrrad war mittlerweile aufgerichtet und wohl noch intakt. Die Polizistinnen hörten sich die Schilderungen der Zeugen und der beiden streitenden Frauen an und nahmen deren Personalien auf.
Weitere fünf Minuten später fuhr ein Rettungswagen an der Kreuzung vor und die Rettungskräfte nahmen die betroffenen Frauen vorsorglich in Augenschein. Da jedenfalls keine größeren Verletzungen vorlagen, verließ der Rettungswagen den Schauplatz wieder.
Heißes Pflaster Venloer Straße
Die von Fahrradfahrern und -fahrerinnen hochfrequentierte Venloer Straße gilt verkehrstechnisch als heißes Pflaster. Immer wieder kracht es zwischen den diversen Verkehrsteilnehmenden.
Über die Kreuzung Venloer Straße/Ehrenfeldgürtel führt jeweils eine nebeneinanderliegende Rad- und eine Fußgängerspur. Dabei verlassen Radfahrende, Passanten und Passantinnen häufiger ihren Bereich und kommen sich in die Quere. Im aktuellen Fall wird die Polizei versuchen, den Unfallhergang zu rekonstruieren.

