Tod am Samstagmorgen: Nach der Bluttat von Ehrenfeld sind die Hintergründe noch unklar. EXPRESS.de traf einen Anwohner, der von erschreckenden Beobachtungen spricht.
Tod in Kölner MietshausAufzug, Treppenhaus, Keller: „Überall waren Blutspuren“

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Hinter dieser Eingangstür kam es zu einem Streit, der auf brutale Weise eskalierte.

Nach dem Todesdrama in einem Ehrenfelder Mehrfamilienhaus an der Venloer Straße berichtet ein Anwohner von dramatischen Szenen. Offiziell bekannt ist bislang, dass sich am Samstagmorgen (9. Mai) gegen neun Uhr im Hausflur des Gebäudes zwei Männer heftig gestritten hatten.
Ein Bewohner hatte Schreie gehört und dann im Flur einen schwer verletzten Mann entdeckt. Er alarmierte die Polizei. Doch das Leben des Mannes, zu dessen Identität auch gestern noch nichts bekannt wurde, konnte nicht gerettet werden. Jedoch wurde ein 31‑jähriger Mann nach der Tat festgenommen. Die Umstände sind noch nicht bekannt.
Bis um 23 Uhr wurde der Tatort gereinigt
Nach Angaben eines Bewohners des Hauses, den EXPRESS.de am Sonntag sprechen konnte, soll es sich beim Opfer um einen Mieter „aus dem zweiten oder dritten Stock“ handeln.
Er berichtet: „Ich war nachts um zwei nach Hause gekommen. Ich habe nichts gehört. Als ich morgens um zehn die Gardinen aufgemacht habe, habe ich die ganze Polizei gesehen. Im Flur waren die Beamten. Ich habe gefragt, was passiert ist. Man sagte mir, das lesen Sie morgen in der Zeitung. Bis am späten Abend um 23 Uhr wurde der Tatort sauber gemacht. Bei den Mietern wurden die Personalien überprüft, Polizisten begleiteten sie dann bis zur jeweiligen Wohnung.“
Nach den Schilderungen des Mieters muss es im Flur zu einem heftigen Angriff gekommen sein. „Am Aufzug, im Treppenhaus und bis in den Keller gab es Blutspuren. Es waren viele Markierungen der Spurensicherung zu sehen.“
Auch der festgenommene Tatverdächtige trug Verletzungen davon, er wurde ins Krankenhaus gebracht. Bei der Tatwaffe dürfte es sich um ein Messer gehandelt haben, aber ein Sprecher der Polizei verwies auf die Kölner Staatsanwaltschaft. Im Laufe des Montags ist mit näheren Angaben zur Tat zu rechnen.
