Es war eine Kölner Top-Promi-Nachricht in 2023: Zwei Filmproduzenten aus dem Kölner Agnesviertel holen den US-Superstar Anne Hathaway (der aktuell in „Der Teufel trägt Prada 2“ glänzt) für einen Kinodreh nach Köln. Jetzt ist klar, was genau daraus geworden ist - das Filmdrama „Mother Mary“ hatte im Cinenova in Ehrenfeld Deutschland-Premiere.
FilmpremiereUnheimliche Enthüllungen zu Anne Hathaways Köln-Dreh

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Anne Hathaway in ihrer Rolle als Popstar „Mother Mary“ - bei den Dreharbeiten ging es auch esoterisch zu.

Film-Hammer Eins: Im 112-Minuten-Werk von US-Regisseur David Lowery über einen Popstar am seelischen Abgrund (Anne Hathaway als Mother Mary) gibt es KEINE EINZIGE männliche Rolle.
Männer existieren nur in Form von Backgroundtänzern. Das hat auch die Kölner Produzenten (augenschein Filmproduktion) verblüfft.
Gedreht wurde teilweise in einer historischen Scheune
Maximilian Leo erklärte nach der Vorstellung im Filmtalk auf der Bühne, er habe das „ungefähr an Drehtag 10“ bemerkt. Aus den bis dahin vorgelegten Drehbüchern sei dies nicht klar ersichtlich gewesen.
Film-Hammer Zwei: Das Drama lässt übersinnliche Kräfte walten. Gedreht wurden große Teile des horrorartigen Werks in einer historischen Scheune in der Burg Adendorf bei Bonn. Dabei ging es mitunter esoterisch zu.
Die Kölner Produzenten (neben Maximilian Leo ist das Jonas Katzenstein) erzählten, dass Regisseur David Lowery, von dem auch das Drehbuch stammt, die Dreharbeiten mit einer gemeinsamen Meditation begonnen habe, niemand sei darauf vorbereitet gewesen.
„Für David war der Prozess des Filmemachens eine einzige Seance“. Sprich: eine spirituelle Sitzung.

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Dreh mit kritischen Phasen: David Lowery, Regisseur und Autor des Drehbuchs, weist die Hauptdarstellerin, Oscarpreisträgerin Anne Hathaway, an.
Anne Hathaway hatte für die Dauer der Dreharbeiten in einem angemieten Haus in Köln-Junkersdorf gewohnt. Michaela Coel hatte den Wunsch geäußert, in einem Schloss wohnen zu wollen - im Einklang mit der Atmosphäre von Burg Adenau.
Film-Hammer Drei: Die Geschichte handelt davon, dass „Mother Mary“, ein Mega-Popstar a lá Taylor Swift, ausgebrannt ist und ihr Heil für ein ersehntes Comeback in ihrer einstigen Weggefährtin, der Modedesignerin Sam (Michaela Coel), sucht – die hat den ikonischen Stil Marys einst erschaffen, fühlt sich aber von ihr verraten.
Hilft sie dennoch? Der Nervenkrieg zwischen den Frauen wird als Kammerspiel inszeniert. Und daran sind die echten Protagonisten stellenweise fast verzweifelt.
„Es hat eine Szene gegeben, die hat alle sehr viel Nerven gekostet, weil sie halt nie fertig war“, sagte Maximilian Leo. Die Szene, Teil eines nächtlichen Dialogs, sei für den Regisseur von „besonderer Wichtigkeit“ gewesen.

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Nach der Vorführung im Cinenova sprachen die Macher über die Entstehung des Films.
Film-Hammer Vier: Die progressiven Pop-Songs, die „Mother Mary“ bei ihren Konzerten spielt (gedreht wurden diese Szenen in der Oberhausen Arena) wurden tatsächlich von Anne Hathaway persönlich gesungen – es klingt wirklich gut! Die Songs wurden produziert und geschrieben von Jack Antonoff und Charlie xcx.
Und die Filmkritik? Einige Leute können damit nicht so viel anfangen, andere sehen da ganze Welten drin – sagt Maximilian Leo. Kinostart von „Mother Mary“ ist am 21. Mai.
