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Traditionsgeschäft macht dichtZwei Kölner Filialen müssen schließen

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163 Jahre nach der Gründung ist Schluss: Der traditionsreiche Hemden- und Blusenhersteller Eterna stellt seinen Betrieb ein – und auch Köln verliert gleich zwei Filialen.

Das ist bitter, auch für Köln! Der Insolvenzantrag kam im Dezember 2025, doch die Hoffnung auf eine Rettung war vergeblich: Mehr als 20 potenzielle Investoren hatten sich gemeldet, doch am Ende sprang jeder einzelne wieder ab.

„Eine Weiterführung des Geschäftsbetriebes der Eterna in Passau ist leider ausgeschlossen“, teilte die Geschäftsführung vor einigen Wochen mit.

Das 1863 in Wien gegründete Unternehmen, das seinen Hauptsitz seit 1927 in Passau hat und dort rund 400 Mitarbeiter beschäftigt, wird seinen Betrieb im Sommer 2026 einstellen. Der Gläubigerausschuss hat der Schließung bereits zugestimmt.

Für Köln bedeutet das jetzt: Auch hier schließen zwei Filialen. Eine befindet sich im Shopping-Center Quincy auf der Breiten Straße, eine weitere am Kölner Hauptbahnhof – beides zentrale Lagen, die nun ohne den traditionsreichen Hemden- und Blusenhersteller auskommen müssen.

Abverkauf läuft – Schnäppchen möglich

Eine Mitarbeiterin in der Filiale auf der Breiten Straße bestätigte gegenüber unserer Redaktion: „Ja, wir schließen wegen der Insolvenz. Auch die Filiale am Bahnhof macht leider zu.“

Derzeit laufe der Abverkauf der restlichen Ware – mit 50 Prozent Rabatt auf das verbliebene Sortiment. Wer also noch ein Eterna-Hemd oder eine Bluse ergattern möchte, hat jetzt noch die Gelegenheit. Noch bis Juni werden laut einem Aushang im Eingangsbereich Aushilfen gesucht.

Kein Retter in Sicht

Eterna zählte zu den letzten großen Traditionsunternehmen der einst florierenden deutschen Bekleidungsindustrie. Gegründet als Textilwerkstatt und Wäschefabrik, war die Marke vor allem bei Büroangestellten und Managern für ihre Geschäftshemden bekannt.

Bereits 2021 hatte das Unternehmen ein Sanierungsverfahren durchlaufen – es half nicht. Verkauft wird nun lediglich der Firmenname „Eterna“, sodass die Marke theoretisch unter neuer Trägerschaft weiter bestehen könnte – mit dem ursprünglichen Unternehmen hätte sie dann jedoch nichts mehr gemein. (mt/mg)

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