Der Kölner Dom beherbergt einige unbezahlbare Schätze.
Sie sind unbezahlbarIm Kölner Dom lagern riesige Schätze

Copyright: dpa
Der Schrein der Heiligen Drei Könige im Kölner Dom. Jedes Jahr am 6. Januar wird der goldene Schrein im Kölner Dom geöffnet – und hinter einem Gitter werden die Schädel der Heiligen Drei Könige sichtbar.
Aktualisiert:
Feueralarm im Kölner Dom! Bei einem Feuer in der Kathedrale wäre nicht nur eines der beeindruckendsten Bauwerke Deutschlands in Gefahr, sondern auch die darin liegenden unbezahlbaren Schätze.
Der Kölner Dom, eines der bedeutendsten gotischen Bauwerke der Welt und UNESCO-Weltkulturerbe, beherbergt eine Fülle unschätzbarer Kunstschätze und Reliquien. Das wohl bedeutendste Stück ist der Dreikönigsschrein, einer der größten mittelalterlichen Goldschmiedearbeiten überhaupt. Er wurde zwischen 1190 und 1220 aus Gold, Silber und Edelsteinen gefertigt und enthält die Gebeine der Heiligen Drei Könige. Der enorme Pilgeransturm, den dieser Schrein auslöste, war letztlich der Grund für den Bau des monumentalen Doms.
Schätze im Kölner Dom: Das ist kaum bekannt
Doch was kaum bekannt ist: Auch die Gebeine dreier weiterer Heiliger werden in dem Schrein aufbewahrt – die der Soldatenheiligen Felix und Nabor sowie des Heiligen Gregor von Spoleto.
Zu den ältesten Schätzen im Dom zählt das Gero-Kreuz aus der Zeit um 970 n. Chr. – eines der ältesten monumentalen Kruzifixe nördlich der Alpen. Das mehr als zwei Meter hohe Kreuz aus Eichenholz gilt als Meisterwerk ottonischer Kunst. Ebenfalls sehenswert ist die Mailänder Madonna, eine fein gearbeitete gotische Holzfigur der Muttergottes aus dem Jahr 1290.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen auch die Glasfenster des Doms. Neben den mittelalterlichen Buntglasfenstern bereichert seit 2007 das moderne Gerhard-Richter-Fenster den Innenraum – ein faszinierendes Pixelmuster aus 11.500 Glasquadraten in 72 verschiedenen Farben.
In der angrenzenden Domschatzkammer sind weitere Kostbarkeiten zu bewundern: mittelalterliche Reliquiare, prächtige Monstranzen, liturgische Gewänder, byzantinische Elfenbeindipychen sowie das illuminierte Perikopenbuch Heinrichs II. Ergänzt wird die Sammlung durch erzbischöfliche Insignien wie das Schwert und die Krone Konrads von Hochstaden sowie durch historische Altarwerke mit wertvollen Gemälden und Skulpturen. (red)
