Dramatische Zahlen Neue Statistik enthüllt: Köln erwartet riesige Schüler-Schwemme

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Jede Menge Schüler: Das Bild entstand 2008 in einer Grundschule in Frankfurt am Main.

Köln – Wer sich als junger Mensch einen krisensicheren Job suchen will, der sollte wohl Richtung Lehramt gehen – oder Richtung Schulbau. Denn die Zahl der Schülerinnen und Schüler an den nordrhein-westfälischen Schulen wird in den nächsten 15 Jahren dramatisch ansteigen – voraussichtlich im Schnitt um 17,1 Prozent.

Gründe dafür sind steigende Geburtenraten und die seit dem Jahr 2015 wachsende Zahl der Zuwanderer.

Wie „Information und Technik Nordrhein-Westfalen" (IT.NRW) als Statistisches Landesamt in seiner neuen regionalisierten Schüler-Modellrechnung ermittelt hat, wird der höchste Anstieg in der Landeshauptstadt Düsseldorf erwartet: Hier werden in 15 Jahren mit voraussichtlich 79.135 jungen Menschen satte 38,3 Prozent mehr die Schulbank drücken als im Schuljahr 2018/19.

Bonn zählt derzeit 38.330 Schüler, im Jahr 2033/34 werden es knapp 44.000 sein –  ein Plus von 15 Prozent.

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Leverkusen hat jetzt 18.530 Schüler, im Jahr 2033/34 sollen es mehr als 22.000 sein – ein Plus von 19 Prozent.

Statistisches Landesamt: In Köln 1000 Schulklassen mehr

Und in Köln?

Da zählt die Stadt jetzt schon 103.900 Schülerinnen und Schüler. Für das Jahr 2033/34 berechnen die Statistiker die Gesamtsumme von 131.400 Kindern und Jugendlichen. Macht ein Plus von 26,5 Prozent. Oder in absoluten Zahlen: 27.500 Kinder und Jugendliche mehr – das entspricht einem Zuwachs von rund 1000 Schulklassen!

Ist Köln dafür gerüstet?

Wie die Stadt unter dem Stichwort „Schulentwicklungsplanung 2020“ (soll voraussichtlich in der Ratssitzung am 18.Juni auf der Tagesordnung stehen und dann beschlossen werden) festschreibt, ergebe sich neben den Erweiterungen bestehender Schulen ein Bedarf von mindestens 54 neuen Schulen oder Schulgebäuden bis 2030. Im Raum stehen 30 Grundschulen, 21 weiterführende Schulen, zwei Berufskollegs und eine Förderschule.

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Am 29.Mai sprach OB Henriette Reker bei der Grundsteinlegung für den Neubau der Ernst-Moritz-Arndt-Schule in Sürth und betonte die Priorität des Schulausbaus in Köln.

Besonders Abiturienten, deren Zahl sich in den kommenden Jahren voraussichtlich ebenfalls drastisch erhöhen wird, stehen im Fokus. Deshalb sollen in Köln bis 2026 insgesamt zwölf neue Gymnasien und Gesamtschulen gebaut werden.

Ein Dutzend Gymnasien und Gesamtschulen in nur sechs Jahren – eine Mammutaufgabe!

„Um dem Schulbaunotstand weiter entgegen zu wirken, stellt die städtische Gebäudewirtschaft in ihrem Entwurf des Wirtschaftsplans 2020 allein im Bereich Neubau, Erweiterungsbau und Generalinstandsetzung 274 Millionen Euro für Großbauprojekte im Schulbau bereit“, teilt die Stadt mit. Dies bedeute im Vergleich zum Budget von 2019 „eine massive Erhöhung um fast 100 Millionen Euro“.

OB Henrette Reker: Bildung hat in Köln Priorität

Außerdem soll die Verwaltung alle 277 Standorte der 261 städtischen Schulen auf mögliche Nachverdichtungspotenziale prüfen. Nachgedacht wird auch über Containerbauten oder Anmietungen von Büroimmobilien.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker betonte am 29.Mai bei der feierlichen Grundsteinlegung für ein neues Schulareal auf dem Sürther Feld (hier lesen Sie mehr):  „Bildung muss oberste Priorität haben. Durch die Türen der Schulen geht unsere Zukunft. Und so müssen die Schulen auch aussehen.“

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