Brennende Autos, geplünderte Läden – was in Frankreich gerade passiert, macht sprachlos. Jetzt warnt die Polizei: Das könnte auch zu uns kommen. Am 31. Oktober ist auch in Köln eine Demo angemeldet.
„Städte in Schutt und Asche legen“Polizei warnt vor Krawallen – Demo auch in Köln

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Krawall-Szenen aus Paris am Samstagabend (24. Oktober 2026)
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Was im September in Frankreich noch als Schülerprotest begann, ist komplett aus dem Ruder gelaufen.
Für den letzten Oktobertag, Halloween, haben sich unter dem Motto „Gen Z regelt“ nun auch in zahlreichen deutschen Städten Protestbewegungen angekündigt. Ab 14 Uhr, bundesweit gleichzeitig.
5000 Teilnehmende werden auf dem Heumarkt erwartet
Köln ist eine davon, und die Zahl ist groß: 5000 Teilnehmende werden allein auf dem Heumarkt erwartet. Die Polizei rechnet damit, dass sich bei den Demos auch Gewaltbereite beteiligen. Auf der Plattform X kursiert bereits ein Flammen-Bild von den Protesten aus Frankreich mit der Aufschrift „Deutschland am 31. Oktober“.
Die Polizei nimmt die Lage ernst. „Es ist zu bedrückend, was mir die Kollegen aus Frankreich erzählen. Das sind Straßenschlachten. Die deutsche Geschichte zeigt: Wir haben das auch“, sagt der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jochen Kopelke, im Gespräch mit „Bild“.
Bei den geplanten Protesten sei nicht die „GenZ“ das Problem, die sich laut Kopelke sogar von Gewalt abgrenzt. Für die GdP sind die Krawallmacher eine Mischung aus Linksextremisten und islamistischen, zum Teil terroristischen Gruppen. „Das sind junge Krawallmigranten, die Bock auf Gewalt gegen die Polizei haben. Die müssen wir im Zaum halten und die dürfen auch keine Gnade von uns erwarten“, so Kopelke deutlich. Die Polizei rechnet zudem damit, dass sich die Pro-Palästina-Szene beteiligen wird.
Der GdP-Chef warnt vor möglichen Ausschreitungen in bekannten Problemstadtteilen – angekündigt sind bislang öffentliche Plätze wie das Brandenburger Tor in Berlin. Die Befürchtung der Sicherheitskräfte: Die Krawallmacher könnten sich kurzfristig andere Angriffsorte suchen. „Die Unberechenbarkeit ist der große Unterschied zu Lagen wie Silvester oder einem Fußballspiel. Das ist, was uns in den Sicherheitsbehörden große Sorge bereitet“, heißt es.
Viele Bürger seien bereits jetzt in Angst, die GdP habe dazu schon einige Nachrichten erhalten. Die Aufrufe der Gewaltbereiten in Telegram-Gruppen sind nämlich klar: „Städte in Schutt und Asche zu legen.“
Wer steckt hinter „Gen Z regelt“?
Entstanden ist die Bewegung aus einem Hashtag, der sich binnen weniger Tage zu einer bundesweiten Mobilisierung Tausender junger Menschen entwickelt hat.
Als Verantwortlicher im Impressum der eigenen Webseite wird Mitinitiator Akram Selo genannt, der aus Süddeutschland stammen soll. „Wir distanzieren uns klar von jeglicher Art von Gewalt“, sagte Selo gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Ziel sei eine friedliche Demonstration.
Allerdings findet sich auf der Webseite auch eine „Checkliste für Demos und Aktionen“, die über gewöhnliche organisatorische Hinweise hinausgeht: Sie empfiehlt unter anderem, sich mit Fake-Namen anzusprechen, und erklärt das Verhalten in einem Polizeikessel sowie das Ausspülen von Tränengas oder Pfefferspray aus den Augen.

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Ein vermummter Aktivist bei einer Demo in Frankreich. Er hält ein „Gen Z“-Schild in die Luft.
In Köln organisiert sich die Szene auch über eine Telegram-Gruppe mit mehr als 1900 Mitgliedern (Stand: 23. Oktober). Zwei aktive Mitglieder der Kölner Ortsgruppe – ein 21-jähriger Student der Uni Köln und der 19-jährige Nawid vom Montessori-Gymnasium – betonen gegenüber dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass es ihnen um friedlichen Protest gehe, etwa gegen Lehrermangel, hohe Mieten und fehlende Perspektiven.
Auch die 17-jährige Marie Hacker, Vorstandsmitglied der Bezirksschülervertretung Köln, will am 31. Oktober teilnehmen: „Der größte Teil der Kölner Schülerinnen und Schüler will einen friedlichen Protest“, sagt sie – findet es aber bedenklich, dass gewaltbereite Teilnehmer den Protest für Krawall nutzen könnten.
Auch der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz beschäftigt sich mittlerweile mit der Bewegung: Es gebe Erkenntnisse über Mobilisierungsversuche aus dem linksextremistischen Spektrum und dem auslandsbezogenen Extremismus. NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) stellte klar: „Wir werden nicht akzeptieren, dass ein marodierender Mob unsere Städte zerstört. Proteste sind legitim, Randale werden wir stoppen.“
Auch andere Großstädte betroffen
Allein für Frankfurt am Main erwartet die Polizei rund 1700 Teilnehmer.
Angemeldet sind die Proteste nach bisherigem Stand auch in München, Hamburg, Berlin, Bremen, Stuttgart, Leipzig und Düsseldorf. Weitere Städte sollen nach aktuellem Stand in den nächsten Tagen noch hinzukommen. (mt/red)
