Abo

+++ LIVETICKER +++ Bewerbung um Olympische Spiele Erste Ergebnisse: Wie haben Köln und die Region abgestimmt?

+++ LIVETICKER +++ Bewerbung um Olympische Spiele Erste Ergebnisse: Wie haben Köln und die Region abgestimmt?

Live

Bewerbung um Olympische SpieleErste Ergebnisse: Wie haben Köln und die Region abgestimmt?

Aktualisiert:

Die Abstimmungsfrist für den ersten Ratsbürgerentscheid in Köln ist beendet. Die Kölnerinnen und Kölner konnten über die Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele abstimmen. Hier die Ergebnisse.

Der Bürgerentscheid über die Olympia-Bewerbung der Region KölnRheinRuhr ist beendet. Mehr als vier Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen waren dazu aufgerufen worden, abzustimmen.

Noch nie in der olympischen Geschichte wurden so viele Menschen befragt, ob sie für die Ausrichtung der Spiele sind. In 17 beteiligten NRW-Kommunen konnte die Bevölkerung per Briefwahl ihre Stimme abgeben, ob sich KölnRheinRuhr für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewerben soll. EXPRESS.de ist vor Ort.

  1. 19.50 Uhr: Weitere Ergebnisse trudeln ein: In Dortmund stimmten 68,27 Prozent mit Ja und Mönchengladbach liefert 74,5 Prozent Ja-Stimmen. Recklinghausen meldet 72,9 Prozent Ja-Stimmen
  2. 19.39 Uhr: Aus den meisten der 16 noch beteiligten Kommunen liegen mittlerweile Zwischenergebnisse der Olympia-Abstimmung vor. In allen liegen die „Ja“-Stimmen deutlich vorn.
  3. 19.38 Uhr: Aus dem Rennen raus ist Herten. Der Ratsbürgerentscheid hat zwar eine deutliche Mehrheit gebracht, insgesamt haben aber zu wenig Menschen abgestimmt. Die Mindestbeteiligung wurde deutlich verfehlt. Die dort geplanten Mountainbike-Wettbewerbe könnten aber in Recklinghausen stattfinden.
  4. 19.35 Uhr: Inzwischen ist auch die Auszählung in Duisburg durch. Mit 72 Prozent „Ja“-Stimmen wurde mehrheitlich für die Olympischen Spiele in der Stadt gestimmt.
  5. 19.31 Uhr: Der Geräuschpegel in der 28. Etage des Köln-Triangle ist ziemlich hoch. Die zahlreichen Gäste tauschen sich bei Kölsch und anderen Getränken angeregt aus. Das Bühnenprogramm wird von vielen eher am Rande verfolgt. Alle warten gebannt auf die ersten Zahlen aus Köln, die immer noch nicht vorliegen.

Erste Ergebnisse aus Düsseldorf und Leverkusen

  1. 19.15 Uhr: Noch gibt es übrigens keine Zwischenstände der Auszählung in Köln. Andere Städte sind da fixer. In Leverkusen steht es nach 21 von 26 Ergebnissen mit 62,6 Prozent Ja. In Düsseldorf bei 36 von 136 Ergebnissen mit 66,7 Prozent Ja
  2. 19.13 Uhr: Britta Heidemann sagt: „Ich wohne in Junkersdorf. Und mein persönlicher Traum wäre es, zu Fuß zu Olympischen Spielen am Rhein-Energie-Stadion zu gehen.“ Auch Christoph Kramer meint: „Wenn Olympische Spiele in Deutschland, dann wird es NRW. Wir werden ein gutes Wahlergebnis haben. Die Region hat es verdient. Wir sind das Sportland in Deutschland. Daher glaube ich, dass es passieren wird.“
Hendrik Wüst (CDU, l-r), Ministerpräsident des Landes NRW, und Torsten Burmester (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Köln sprechen auf der Bühne am Wahlabend in Köln.

Copyright: Christoph Reichwein/dpa

Hendrik Wüst (CDU, l-r), Ministerpräsident des Landes NRW, und Torsten Burmester (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Köln sprechen auf der Bühne am Wahlabend in Köln.

  1. 19.11 Uhr: Inzwischen haben sich weitere Gäste auf der Bühne eingefunden, darunter Olympiasiegerin Britta Heidemann und Fußball-Weltmeister Christoph Kramer.
  2. 19.07 Uhr: Torsten Burmester verkündet nicht ohne Stolz: „In Köln ist der Sport zu Hause. Wir sind dafür in der Welt bekannt, dass wir die Gäste begrüßen können.“ Die Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister aus den beteiligten Kommunen sind vor Ort, zudem viele Sportlerinnen, Sportler und Macher aus der Region.

Burmester mit launigem Versprecher: „Ministerprinz hat es richtig gesagt“

  1. 19.05 Uhr: Kölns OB Torsten Burmester stimmt Wüst zu – mit einem launigen Versprecher: Der „Ministerprinz hat es richtig gesagt“.
  1. 19.04 Uhr: „Unsere Bewerbung hatte von Anfang an einen positiven Geist, einen mitreißenden Spirit. Jetzt warten wir mit Spannung auf die ersten Einzelergebnisse aus den Städten“, fiebert Hendrik Wüst der Auszählung entgegen und ist überzeugt: „Wir haben ein kompaktes, spektakuläres und nachhaltiges Angebot. Am Ende wird es keine weißen Elefanten geben.“
  2. 19.01 Uhr: Auch Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester freut sich: „Wenn man mir vor ein paar Wochen gesagt hätte, dass wir in Köln solch eine Wahlbeteiligung haben, hätte ich das sofort genommen. Wir haben nicht nur den Zug für Olympia gezogen, sondern einen ganzen Bahnhof.“
  3. 18.57 Uhr: „Wir haben die Menschen an Rhein und Ruhr offenkundig überzeugt. Auch deshalb, weil wir immer gut zugehört haben. Das Team hat Hinweise und Kritik immer ernst genommen und dann seine Hausaufgaben gemacht. Seit Herbst 2025 haben wir Entscheidungen getroffen, und das Konzept immer wieder angepasst und verbessert. Das zahlt sich heute aus. Unsere Bewerbung hatte von Anfang an einen besonderen, mitreißenden Spirit. Überall wo ich gewesen bin in den letzten Wochen war das spürbar. Jetzt warten wir mit Spannung auf die ersten Einzelergebnisse aus den Städten“, so Wüst in seiner ersten Rede an diesem Abend.
  4. 18.52 Uhr: „Wir haben in den letzten Wochen und Monaten dafür gearbeitet, die Menschen zu informieren, sie zu motivieren und sie einzuladen, Teil der Olympia-Bewegung zu werden. Wir können davon ausgehen, dass die Menschen unserer Bewerbung mehrheitlich ihre Stimme gegeben haben. Die allerletzte repräsentative Umfrage zeigt uns ein klares Ja für Olympia in NRW. Rund 6 von 10 Menschen dürften mit Ja gestimmt haben. Das ist keine Prognose, sondern eine Meinungsumfrage“, sagt Wüst und betont: „Wir gehen mit viel Rückenwind in den Abend. Das ist ein toller Grund, um heute Abend zu feiern.“
  5. 18.48 Uhr: Ministerpräsident Hendrik Wüst ist begeistert. „Nach den uns zum jetzigen Zeitpunkt vorliegenden Zahlen haben rund 1,4 Millionen Menschen ihre Stimme abgegeben. Das ist eine herausragende Zahl. Damit bricht diese Abstimmung gleich mehrere Rekorde: Es ist die größte direktdemokratische Beteiligung in der olympischen Geschichte und es ist zugleich die größte Bürgerbefragung in der Geschichte unseres Landes Nordrhein-Westfalen“, sagt er in seiner ersten Ansprache. Die Wahlbeteiligung im Land liegt bei 32 Prozent.
  6. 18.42 Uhr: Für die geladenen Gäste gibt es übrigens ein paar Leckereien. Schließlich kann es ein langer Abend werden, da wären knurrende Mägen nicht gut.
Für die geladenen Gäste gibt es übrigens ein paar Leckereien.

Copyright: Marcel Schwamborn

Für die geladenen Gäste gibt es übrigens ein paar Leckereien.

  1. 18.37 Uhr: In Köln liegt die Wahlbeteiligung bei 40,5 Prozent – 329.600 Menschen haben abgestimmt.
  2. 18.34 Uhr: Die Wahlbeteiligung ist beeindruckend hoch gewesen. Die Zuversicht ist daher sehr groß, dass das Votum positiv ausfällt.
  3. 18.13 Uhr: Ministerpräsident Hendrik Wüst trifft sich gerade mit Stipendiatinnen und Stipendiaten der Sportstiftung und weiteren Athletinnen und Athleten am Rhein. Unterdessen füllt sich der Raum in der 28. Etage. FC-Präsident Jörn Stobbe, DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig und Lanxess-Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher sind auch vor Ort.
  4. Drei Tage vor Ablauf der Abstimmungsfrist hatten 316.847 Menschen über eine Beteiligung der Stadt Köln an der Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele als KölnRheinRuhr abgestimmt. Das entspricht einem prozentualen Anteil von 38,99 Prozent der Abstimmungsberechtigten.
  5. Die Kosten für die Durchführung des Ratsbürgerentscheids konnten im Rahmen der Organisation von anfangs prognostizierten rund 2,49 Millionen Euro auf rund 1,82 Millionen Euro gesenkt werden. Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt 85 Prozent der Kosten für den Ratsbürgerentscheid.

KölnRheinRuhr: Über vier Millionen Menschen konnten abstimmen

RheinRuhr mit der Stadt Köln als sogenannter „Leading City“ stellt sich national gegen die Mitbewerber Berlin, Hamburg und München auf. In der bayerischen Hauptstadt hatte die Volksbefragung eine Zustimmung von 66,4 Prozent ergeben.

Das Bewerbungskonzept für KölnRheinRuhr setzt auf kurze Wege, Nachhaltigkeit und mit 14 Millionen zu verkaufenden Tickets auf Rekordkulissen. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) entscheidet am 26. September, mit welchem der vier Konzepte Deutschland ins internationale Bewerbungsverfahren geht.

Im Köln-Triangle, in der 28. Etage mit spektakulärem Domblick, wird am Sonntagabend (19. April 2026) die Entscheidung fallen. Ministerpräsident Hendrik Wüst wird dort die Ergebnisse der Bürgerentscheide verkünden. 

Der Lyriker Rolf Dieter Brinkmann

„Verschissenste Stadt“

Schauspiel ehrt den größten deutschen Köln-Hater