Der touristische Besuch im Kölner Dom kostet jetzt 12 Euro Eintritt. Auch Kölner müssen zahlen, aber es gibt Ausnahmen.
Dom-Eintritt auch für KölnerPerso bringt nichts – aber so kommt ihr kostenlos rein

Aktualisiert:
Der Kölner Dom verlangt ab dem 1. Juli 2026 Eintritt – auch Kölner müssen zahlen. Es gibt allerdings Ausnahmen, wie man umsonst in die Kathedrale kommt. Alle Infos im Überblick.
Wer den Dom – eines der meistbesuchten Bauwerke der Welt – als Tourist besichtigen möchte, zahlt künftig 12 Euro Eintritt. Das Domkapitel hat die Details am Dienstag (2. Juni) offiziell bestätigt. Doch wer die Regeln kennt, kommt auch weiterhin ohne Ticket hinein.
Kölner Dom: Wer zahlt – und wer nicht?
Der reguläre Eintrittspreis beträgt 12 Euro. Ermäßigt zahlen Schülerinnen und Schüler ab 14 Jahren, Auszubildende, Studierende sowie Begleitpersonen von Schulklassen – sie kommen für 6 Euro rein. Kinder bis einschließlich 13 Jahre sind komplett befreit, ebenso wie Inhaber eines NRW-Sozialpasses und Mitglieder des Zentral-Dombau-Vereins. Ein Personalausweis und der Nachweis, Kölner zu sein, bringen nichts.
Zwei Tage im Jahr bleibt der Dom für alle kostenlos: am 1. Mai und am 3. Oktober.
Wer nicht als Tourist kommt, sondern zum Beten, zahlt gar nichts. Das Nordquerhaus des Doms bleibt außerhalb der Gottesdienstzeiten für alle geöffnet, die den Dom zum persönlichen Gebet aufsuchen oder an der Schmuckmadonna eine Kerze entzünden möchten. Der Zugang erfolgt über das Nordportal – das ist die Seite, die direkt zum Hauptbahnhof zeigt.
Auch Gottesdienste sind und bleiben kostenlos – ohne Ticket, ohne Anmeldung.
So läuft der touristische Besuch im Kölner Dom ab
Touristen betreten den Dom ab Juli über den Haupteingang/Westportal. Tickets gibt es ab dem 15. Juni online unter koelner-dom.de/tickets, bis zu drei Monate im Voraus. Wer lieber vor Ort kauft: Ab dem 1. Juli öffnet eine neue Ticketkasse im ehemaligen Kösel-Ladenlokal am Roncalliplatz 2, täglich von 9 bis 17.30 Uhr.
Die Besichtigungszeiten:
- Montag bis Samstag: 10 bis 17.45 Uhr (letzter Einlass: 17.30 Uhr)
- Sonntag und kirchliche Feiertage: 13.30 bis 16.30 Uhr (letzter Einlass: 16.15 Uhr)
Nach dem Rundgang verlassen Besucherinnen und Besucher den Dom in der Regel wieder über das Nordportal – also auf der Bahnhofsseite.
Warum der Dom jetzt Geld kostet
Das Domkapitel begründet den Schritt mit den hohen Kosten für Erhalt und Betrieb der Kathedrale.
„Die Besichtigungsgebühr dient nicht dem Profit, sondern dem existenziellen Erhalt der Kathedrale“, erklärte Domrendant Clemens van de Ven.
Dompropst Guido Assmann zeigte sich zuversichtlich, dass die neue Regelung den Alltag im Dom „spürbar beruhigen“ werde – und dem Gotteshaus helfe, wieder stärker als sakraler Raum erfahrbar zu werden.
Wie ist eure Meinung zum Dom-Eintritt. Meldet euch bei uns! Fotos, Videos und Infos jetzt hier schnell und einfach hochladen.
Hau raus!
Werde Leserreporter/in
Du hast Fragen zu unserem Leserreporter-Programm?
Hier geht's zu den F.A.Q.