Die nächste Hitzewelle rollt an. Wie ist die Stadt Köln darauf vorbereitet?
Neue HitzewelleWird das Kölner Notfallzentrum reaktiviert?
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Köln steht erneut eine Hitzewelle bevor. Verschiedene Wetterexperten prognostizieren, dass die Werte ab Samstag (11. Juli) für beinahe eine Woche tagsüber nicht unter 30 Grad sinken werden.
Das weckt üble Erinnerungen: In der letzten Juniwoche kletterte das Thermometer auf 40 Grad und brachte die Notdienste der Domstadt an den Rand des Zusammenbruchs.
Kommt das Notfallzentrum wegen der anstehenden Hitzetage zurück?
In den Kölner Kliniken herrschte Ausnahmezustand. Die Notaufnahmen kamen an ihre Kapazitätsgrenzen. Es gab eine höhere Anzahl an Todesfällen, die mutmaßlich mit der Hitze in Zusammenhang standen.
Damals reagierten die Stadtverwaltung und die Einsatzkräfte mit der Errichtung eines Notfallversorgungszentrums (NVZ) in einem Gebäude der Koelnmesse. Nach dem Temperaturrückgang wurde es wieder abgebaut.
Eine Vertreterin der Stadtverwaltung sagte gegenüber „t-online – Köln“: „Die Inbetriebnahme eines Notfallversorgungszentrums ist nicht an einen festen Temperaturwert gekoppelt.“ Stattdessen beurteile die Feuerwehr anhand der momentanen Einsatzzahlen und der allgemeinen Lage in der Stadt, ob die Einrichtung eines NVZ erforderlich wird.
Zu diesem Zweck würde die Lage der Einsätze ständig und detailliert geprüft. „Die Feuerwehr steht außerdem in engem Kontakt mit den Krankenhäusern in Köln und NRW, um sich ein genaues Bild von der Belastungssituation zu machen“, teilte die Stadt mit. Nur auf Basis dieser kompletten Bewertung wird bestimmt, ob und wann ein NVZ seine Tore öffnet. Eine schnelle Inbetriebnahme sei aber jederzeit eine Option.
Damit das Gesundheitssystem bei großer Hitze nicht zusammenbricht, existiert ein mehrstufiges Konzept.
Das beinhaltet zunächst die Aufstockung der Rettungskapazitäten. Abhängig von der offiziellen Warnung des Deutschen Wetterdienstes schickt die Feuerwehr mehr Rettungswagen und Notarztfahrzeuge auf die Straßen.
Stößt der Rettungsdienst an seine Grenzen, rückt der Brandschutz mit Löschfahrzeugen zur medizinischen Erstversorgung aus. Das funktioniert, weil Kölns Feuerwehrleute die Qualifikation als Rettungssanitäter besitzen, teilweise auch Notfallsanitäter sind.
Ist in den Kölner Kliniken das Limit erreicht sein, kann ein Notfallversorgungszentrum notwendig werden. In diesem Zentrum kümmert sich Personal um Kranke, die keine durchgehende intensive ärztliche Betreuung benötigen. So sollen die Notaufnahmen in den Krankenhäusern entlastet werden.
In unserer digitalen Hitzekarte findest du kühle Kölner Plätze, um der Hitze zu entgehen.
Momentan analysiert die Stadtverwaltung die Erlebnisse der letzten Hitzewelle, um künftig besser vorbereitet zu sein. Ein spezielles Team arbeitet kontinuierlich an der Ausarbeitung frischer Konzepte. Das Ziel: Die Menschen in Köln sollen auch in Zukunft sicher und bei guter Gesundheit durch lange Phasen großer Hitze kommen. (red)

