Mit der Rückverlegung des letzten Kindes ist die Evakuierung des Kinderkrankenhauses Amsterdamer Straße erfolgreich abgeschlossen worden.
Nach aufwendiger EvakuierungKölner Kliniken nehmen Regelbetrieb wieder auf
Es war ein wahrer Kraftakt. Jetzt läuft alles wieder nach Plan. Alle Patienten und Patientinnen sind am Samstag (11. Juli) wohlbehalten wieder in die Klinik an der Amsterdamer Straße zurückgekehrt.
Notwendig wurde die Verlegung, weil in Köln-Nippes am Freitag ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden war. Der Blindgänger war nach einer aufwendigen Evakuierung erfolgreich entschärft worden.
Kölner Kinderklinik zurück im Normalbetrieb
Damit können das Kinderkrankenhaus und das Krankenhaus Holweide wieder den normalen Betrieb aufnehmen. Die Notaufnahmen sind wieder beim Rettungsdienst der Stadt Köln angemeldet und damit erreichbar. Die betroffenen Kliniken waren für den gesamten Zeitraum der Evakuierung von der Versorgung abgemeldet worden.
Alle 43 Patienten – darunter 20 intensivpflichtige Kinder – waren innerhalb von knapp drei Stunden sicher in das Krankenhaus Holweide verlegt worden. Ebenso reibungslos verlief am Samstag der Rücktransport.
„Hinter uns liegen zwei außergewöhnliche Tage, die einmal mehr eindrucksvoll verdeutlicht haben, was möglich ist, wenn viele Menschen mit höchster Professionalität, großem Engagement und gegenseitigem Vertrauen standortübergreifend so gut zusammenarbeiten“, sagte Prof. Dr. Axel Goßmann, Geschäftsführer der Kliniken der Stadt Köln.
Rund 170 Mitarbeitende des Ordnungsamtes und 170 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst arbeiteten Hand in Hand. Hinzu kamen zahlreiche weitere Kräfte von Polizei, KVB und Hilfsorganisationen sowie die Teams der Kliniken Köln.
Auch die Berufsfeuerwehr Köln, die Freiwillige Feuerwehr Köln, der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf, die Patiententransportzüge (PT-Z 10 NRW) aus dem Rhein-Erft-Kreis und der Stadt Düsseldorf, die Medical Task Force der Städteregion Aachen sowie Ehren- und Hauptamtliche der Hilfsorganisationen und Rettungsdiensten sorgten für einen reibungslosen Ablauf.
Goßmann lobte: „Dieses außergewöhnliche Zusammenspiel hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Entschärfung der Weltkriegsbombe schnell durchgeführt und die Versorgung unserer jungen Patienten und Patientinnen jederzeit gewährleistet werden konnte.“ (red)
