Köln gedenkt am Donnerstagabend der Opfer von Hanau mit einer Kundgebung.
Nach schrecklicher TatKundgebung in der Kölner Innenstadt

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Selahattin Gürbüz betet am damaligen Tatort am Heumarkt in Hanau neben Fotos der Getöteten während eines stillen Gedenkens für die Opfer des rassistischen Anschlages.
Neun Menschen fielen dem rassistisch motivierten Anschlag in Hanau zum Opfer. Sechs Jahre später wird in vielen deutschen Städten an sie erinnert, auch in Köln mit einer angemeldeten Kundgebung.
Die Demonstration startet um 18 Uhr am Hans-Böckler-Platz, führt über den Friesenplatz, die Ringe sowie den Neumarkt und soll gegen 22 Uhr am Rudolfplatz enden. Laut Polizeiangaben wurden vom Veranstalter 500 Personen angemeldet.
Gedenken an Hanau auch im Kölner Umland
Die Kölner Grünen rufen ebenfalls zu der Veranstaltung auf, die unter dem Motto #SayTheirNames steht.
Gedacht werden soll Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kenan Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velkov und Ibrahim Akkuş.
Ein 43-jähriger Deutscher ermordete am 19. Februar 2020 neun dieser Menschen. Im Anschluss tötete er seine Mutter und sich selbst. An den Spätfolgen seiner schweren Verletzungen verstarb Ibrahim Akkuş am 10. Januar 2026. Bei sämtlichen Opfern handelte es sich um Personen mit Migrationshintergrund.
„Rechter Terror beginnt nicht erst mit der Tat. Er wächst dort, wo Menschen als ‚die anderen‘ markiert werden und wo Hass verharmlost wird“, so lautet es im Aufruf zur Demonstration.
Am Donnerstag gibt es bundesweit Gedenkveranstaltungen. Auch in der Region um Köln kommen Menschen zusammen.
So sind in Kerpen und Brühl im Rhein-Erft-Kreis ebenfalls für 18 Uhr Kundgebungen vorgesehen. In Kerpen ist ein Demonstrationszug angemeldet, zudem gibt es eine Initiative gegen einen AfD-Stammtisch in einer Horremer Kneipe. In Brühl ist eine Mahnwache vor dem Rathaus geplant. (red)
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