Köln startet in den Straßenkarneval. Hier alle wichtigen Infos.
Weiberfastnacht in KölnAlle Infos zu Feierzonen, Regeln und KVB

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So sah es im vergangenen Jahr an Weiberfastnacht auf der Zülpicher Straße aus.
Ehrlich gesagt, der Wetterbericht für Weiberfastnacht war in den letzten Jahren schon freundlicher. Die Jecken müssen sich fast den ganzen Tag über auf mal mehr, mal weniger starken Regen einstellen.
Wenigstens sorgen Temperaturen von bis zu zehn Grad Celsius dafür, dass niemand frieren muss. Wer draußen feiern will, sollte sich dennoch auf ungemütliches Wetter vorbereiten.
Wo wird überall gefeiert?
Die Altstädter von 1922 e.V. eröffnen traditionell um 9.30 Uhr die Feierlichkeiten auf dem Alter Markt. Das Dreigestirn wird pünktlich um 11.11 Uhr mit Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) auf der Bühne erwartet.
Hier den ganzen Tag im Ticker verfolgen.
Im Anschluss treten diverse Bands auf, darunter die Räuber und die Höhner. Für einen Platz auf einer Tribüne wird ein Ticket benötigt, diese sind jedoch bereits vergriffen. Ohne Tickets und kostenlos kann im Zülpicher Viertel gefeiert werden. Die Meile für Studierende hat sich in den vergangenen Jahren zum Anziehungspunkt besonders für junge Jecken entwickelt. Zuletzt ist der Hype um das Viertel aber etwas abgeflacht. Stattdessen zog es immer mehr Feiernde in die Altstadt und die Südstadt.
Wie sichern Polizei und Ordnungsamt die Hotspots?
Das Zülpicher Viertel wird wieder großflächig abgesperrt. Neben den bekannten Zugängen an der Roonstraße und vor der Uni-Mensa wird es diesmal einen dritten Eingang an der Ecke Kyffhäuserstraße/Barbarossaplatz geben. Sobald der Bereich überfüllt ist, werden die Eingänge zeitweise geschlossen.
Die Uniwiese dient – wie schon im Vorjahr – nur als Durchgangs- und Ausweichfläche: Dort gibt es keine Bühne, keine Musik, keine Getränke und kein Essen. Das abgesperrte Areal fällt dieses Mal jedoch rund ein Drittel kleiner aus. Auch im Hiroshima-Nagasaki-Park wird von der Stadt erneut eine Schutzzone eingerichtet, um Müll und Schäden zu vermeiden.

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Die gesperrte Fläche auf der Uniwiese ist rund ein Drittel kleiner als im Vorjahr.
Während das Zülpicher Viertel für viele an Reiz verliert, strömen mehr junge Jecken in die Südstadt und Altstadt. Am 11.11. kam es rund um den Chlodwigplatz zu Müllbergen, Wildpinkeln und verärgerten Anwohnern und Anwohnerinnen. Die Stadt reagiert darauf mit zusätzlichen Toiletten und Mülleimern. Die Haltestelle Chlodwigplatz soll besser gesichert werden, auch Überfahrsperren sind geplant. Sperrzonen wie um die Zülpicher Straße sind dort aber vorerst nicht vorgesehen.
Ein Glasverbot – wie es im Zülpicher Viertel, der Altstadt und am Aachener Weiher besteht – wird für die Südstadt nicht eingeführt. Die Stadt setzt stattdessen auf freiwilligen Verzicht und Tauschstellen für Pappbecher.
Wie sieht die Sicherheitslage aus?
Die Polizei bewertet die Gefährdungslage – wie in den Vorjahren – als „abstrakt hoch“. „Auch wenn bislang keine Hinweise auf konkrete Gefahren vorliegen, sind alle Einsatzkräfte sensibilisiert“, erklärt der Leitende Polizeidirektor Martin Lotz.
Zwischen 1400 und 1500 zusätzliche Polizistinnen und Polizisten werden im Einsatz sein, ergänzt durch bis zu 400 Mitarbeitende des Ordnungsamts und etwa 2600 Sicherheitskräfte von externen Firmen. Für das gesamte Gebiet und die Kölner Bahnhöfe gilt ein Messerverbot. Die Polizei hat gezielte Kontrollen angekündigt.
Wo finden Jecke Hilfe?
Neben Polizei, Ordnungsamt und Rettungsdienst ist auch das Projekt „Edelgard“ gegen sexualisierte Gewalt wieder im Einsatz. Bis zu drei mobile Teams werden an den Karnevals-Hotspots patrouillieren.
Unter der Telefonnummer 0221/221 27777 gibt es Beratung und Informationen.
Zudem sind 26 Streetworkerinnen und Streetworker unterwegs. Der Rettungsdienst richtet mehrere mobile Hilfsstellen ein; am Perlengraben wird außerdem wieder ein Notfallzentrum aufgebaut.
Wie komme ich von A nach B?
Am sichersten und einfachsten ist die Anreise mit Bus und Bahn – vor allem, wenn Alkohol im Spiel ist. go.Rheinland wird zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag zahlreiche zusätzliche Züge einsetzen. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg hat ein Karnevals-Ticket für sechs Tage zum Preis von 32,40 Euro im Angebot.
Die KVB verstärkt ebenfalls ihr Angebot, muss aber wegen Sperrungen einige Linien anpassen:
Linie 9: Wird wegen der Sperrung der Zülpicher Straße ab 7 Uhr vom Neumarkt über die Strecke der Linie 1 bis Aachener Str./Gürtel umgeleitet. Von dort fährt sie weiter bis Sülz Hermeskeiler Platz. Die Ersatzbuslinie 109 verbindet Sülz Hermeskeiler Platz und Universitätsstraße.
Linie 16: Endet ab 10 Uhr aus Bonn kommend an der Severinstraße und aus Niehl an der Station Ubierring.
Linie 18: Wird ab 8.30 Uhr zwischen Barbarossaplatz und Weißhausstraße getrennt. Vom Barbarossaplatz fahren die Bahnen zum Ubierring. Ein Ersatzbus (Linie 118) verkehrt zwischen Weißhausstraße und Ulrepforte.
Linie 17: Fällt ab 10 Uhr komplett aus.
Haltestellen: Die Station „Rathaus“ ist ab 7 Uhr gesperrt und wird von der Linie 5 ohne Halt passiert. Ab 9 Uhr entfällt zudem die Haltestelle Zülpicher Platz für die Linien 12 und 15. Falls nötig, kann auch die Haltestelle Heumarkt gesperrt werden. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.


