Der Kölner Zoo passt seine Eintrittspreise kräftig an. Das trifft viele Besucher hart.
Am Schalter droht der Preis-SchockKölner Zoo führt neues Ticket-System ein

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Der Kölner Zoo hat ein neues Ticket-System angekündigt. Am Schalter droht ein Preis-Schock.
Wer in den Kölner Tierpark will, muss sich ab sofort auf höhere Kosten einstellen. Der Tiergarten hat am Donnerstag ein völlig neues Tarifsystem gestartet, eine Reaktion auf die schwierige finanzielle Situation. Vor allem für Kurzentschlossene am Ticketschalter wird der Ausflug jetzt spürbar kostspieliger.
Die Ursache liegt in der angespannten Kassenlage des Tierparks. Obwohl 2025 ein Rekordjahr mit etwa 1,3 Millionen Besuchern war, explodieren die Ausgaben, erklärt Zoo-Vorstand Christopher Landsberg. Höhere Aufwendungen für Personal, Energie und Bauprojekte sorgen zum ersten Mal nach der Corona-Zeit für ein Defizit von fast 160.000 Euro. Zugleich reduziert die Stadt Köln, die als Hauptanteilseignerin fungiert, ihre finanzielle Unterstützung, wie der „Kölner Stadt-Anzeiger“ berichtet.
Am Schalter droht der Preis-Schock
Den Spitzenpreis zahlen Besucher, die ihre Eintrittskarten vor Ort erwerben. Für Erwachsene schlägt das Tagesticket jetzt mit 29,50 Euro zu Buche, anstelle der früheren 23 Euro – ein saftiges Plus von 6,50 Euro. Auch der Nachwuchs ist betroffen: Hier klettert der Eintritt von 11 auf 15 Euro. Für Tickets mit Ermäßigung für Schüler, Studierende oder Rentner werden nun 23 Euro fällig, statt 17 Euro. Das ist eindeutig: Der Kauf am Schalter ist die kostspieligste Variante.
Im Netz locken flexible Tarife
Sparen kann man vor allem bei der Online-Buchung. Der Zoo setzt nämlich auf ein flexibles Preissystem, das an die Tarifmodelle von Airlines oder Hotelportalen erinnert. Ein Ticket für Erwachsene bewegt sich preislich jetzt in einer Spanne von 22,50 Euro bis 29,50 Euro. Frühbucher, die ihren Ausflug lange vorher organisieren, sparen womöglich sogar 50 Cent im Vergleich zum bisherigen Tarif. Wer jedoch kurzfristig an einem schönen Wochenende in den Tierpark möchte, zahlt den vollen Aufschlag. Der Tiergarten möchte mit dieser neuen Methode die Besucher besser verteilen und einen Anreiz schaffen, dass mehr Leute ihre Karten im Internet erwerben, welche dann zusätzlich als Ticket für den VRS dienen.
Die Tarife für Jahreskarten werden ebenfalls angehoben. Für Erwachsene steigt der Preis von 95 auf 105 Euro, während die Jahreskarte für Kinder nun 60 Euro anstatt 55 Euro kostet. Auch für Besitzer des Kölnpasses wird es teurer: Der Tarif erhöht sich hier von 9,50 Euro auf 12 Euro. Die Kosten für Speisen und Getränke im Zoo sowie im Souvenirladen sind von den Änderungen nicht betroffen. (red)
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