Art galt 1969 als ausgestorben Kölner Zoo: Jüngster Nachwuchs ist Teil einer Natur-Sensation

Besucherinnen und Besucher schlendern durch den Kölner Zoo.

Der Kölner Zoo, hier ein Symbolfoto aus dem März 2021, wirkt aktiv an der Erhaltung vieler Tierarten mit.

Gute Nachrichten aus dem Kölner Zoo: Die langjährige Rettung einer bedrohten Tierart wird weiter voran getrieben.

Nicht selten sehen sich Zoos, auch der in Köln, Kritik von Tierschützerinnen und -schützern ausgesetzt. Zoos seien Tierquälerei, falsche oder nicht artgerechte Haltung an der Tagesordnung, heißt es dann.

Darum freut sich der Zoo offenbar um so mehr, wenn man – mal wieder – auch positive Nachrichten in Sachen Tierschutz verbreiten kann.

Kölner Zoo: Przewalski-Stute „Viola“ ist der jüngste Nachwuchs

Im aktuellen Fall, so berichtet der Zoo am Dienstag (24. Mai), handele es sich um ein „Paradebeispiel für die Rettung eines Wildtieres, das ohne den Einsatz von Zoos nicht überlebt hätte.“

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Foto des neuen Przewalskipferdes im Kölner Zoo.

Jungtier Viola kam im April 2022 im Kölner Zoo zur Welt.

Der Anlass für diese Aussage ist die Geburt von „Viola“ am 18. April 2022. „Viola“ ist das neugeborene weibliche Przewalskipferd im Kölner Zoo.

Schon 1969 galt die Art im natürlichen Verbreitungsgebiet als ausgestorben

Mutter ist die fünfjährige „Luna“, die 2017 ebenfalls im Kölner Zoo geboren wurde. Es ist ihr erster Nachwuchs. Vater ist der vierjährige „Vandan“ Es ist auch sein erstes Jungtier. Er kam 2018 im Zoo in Prag zur Welt.

Und als Przewalskipferd steht das Leben der eigenen Art auf dem Spiel, und das schon lange: Bereits 1969 war diese Art im natürlichen Verbreitungsgebiet, den Trockensteppen der Mongolei und Chinas, ausgestorben.

Kölner Zoo als Vorreiter: Population der Przewalski-Pferde steigt wieder an

Angeführt von Expertinnen und Experten des Kölner Zoos wurde 1992 ein Erhaltungsprogramm gestartet, um die Art zu retten. Aus Köln wurde unter anderem koordiniert, dass neue Bestände im riesigen Reservat Hortobagy in der ungarischen Puszta sowie komplett frei umherziehende Wildbestände in der Mongolei und in China aufgebaut werden konnten.

Und die Natursensation gelang: In der Mongolei und in China ziehen mittlerweile wieder auf fünf Populationen aufgeteilte Wildpferde durch die Steppen und Halbwüsten. Alle gehen auf in Menschenobhut gezüchtete Tiere zurück.

Expertinnen und Experten gehen derzeit von 180 in der Wildnis lebenden Przewalskipferd-Paaren aus. Seit der Geburt von „Viola“ ist die Tierart weiter nummerisch erstarkt. Und der Kölner Zoo will weitermachen, um die Erfolge für die Przewalskipferde weiter auszubauen. (tw)

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