Zusammenarbeit beendet Weiter Wirbel um Kölner Kardinal Woelki

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Kardinal Rainer Maria Woelki – unser Foto zeigt den Kölner Erzbischof am 15. Juli 2017 bei einem Gottesdienst in Köln. 

Köln – Der massiv unter Druck stehende Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki und sein Kommunikationsdirektor Markus Günther gehen künftig getrennte Wege.

Günther werde „in seine zweite Heimat USA“ zurückkehren, teilte das Erzbistum am Dienstag mit. „Ich gehe im Guten und freue mich darauf, wieder mehr Zeit für meine Familie und mehr Zeit zum Schreiben zu haben“, wurde Günther zitiert, der auch Sachbücher und Romane veröffentlicht hat.

Hat Kölner Kardinal Woelki Missbrauchsfall vertuscht?

Das Erzbistum Köln steckt in einer tiefen Krise. Laut eines Berichtes des „Kölner Stadt-Anzeiger“ soll Woelki einen Missbrauchsfall durch einen Düsseldorfer Pfarrer im Jahr 2015 vertuscht haben. Der Pflicht, den Fall in Rom zu melden, sei er demnach nicht nachgegangen. In diesem Zusammenhang soll Woelki ein von ihm selbst in Auftrag gegebenes Missbrauchsgutachten zurückhalten.

Zuletzt hatte ihn deshalb der Münchner Kardinal Reinhard Marx scharf kritisiert. Die Nichtveröffentlichung sei „verheerend für uns alle“, sagte Marx der „Süddeutschen Zeitung“.

Woelki hatte Gutachten bei Münchner Kanzlei in Auftrag gegeben

Woelki hatte das Gutachten bei einer Münchner Kanzlei in Auftrag gegeben. Die Kanzlei sollte den Umgang des Erzbistums mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern und Jugendlichen durch Priester untersuchen.

Nachdem die Kanzlei das Gutachten fertiggestellt hatte, beschloss Woelki aber, es doch nicht zu veröffentlichen. Dafür führte er rechtliche Bedenken an und verwies auf den Rat hinzugezogener Juristen, die dem Gutachten methodische Mängel anlasteten. Die Kanzlei wies das zurück. Woelki beauftragte stattdessen einen Kölner Strafrechtler damit, ein neues Gutachten zu erstellen. Es soll im März fertig werden. (dpa)

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