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Terror-Verdacht am Kölner DomWoelki mit emotionalen Worten – Polizei patrouilliert bei Gottesdienst

Polizisten laufen während des Pontifikalamtes durch den Kölner Dom.

Polizisten laufen am 25. Dezember 2023 während des Pontifikalamtes durch den Kölner Dom. Aufgrund von Hinweisen auf einen geplanten islamistischen Anschlag hat die Polizei die Sicherheitsmaßnahmen hochgefahren.

Am Heiligabend begann im Kölner Dom kurz vor Mitternacht die Christmette mit dem Kölner Kardinal Woelki. Er richtete bewegende Worte an die Besucher und Besucherinnen des Gottesdienstes. 

Nach all den Sicherheitsmaßnahmen rund um den Kölner Dom fand am Heiligabend (24. Dezember 2023) die Christmette mit dem Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki statt.

Dabei dankte der 67-Jährige den Sicherheitskräften für ihren besonderen und unerwarteten Einsatz über Weihnachten.

Kölner Kardinal Woelki: „Dom gewissermaßen auf den Kopf gestellt“

Die Polizistinnen und Polizisten hätten in den vergangenen zwei Tagen „den Dom gewissermaßen auf den Kopf gestellt“ und so die Gottesdienstfeiern dort ermöglicht, sagte er zu Beginn der Christmette nach Mitternacht in der Kathedrale.

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Viele von ihnen hätten wahrscheinlich frei gehabt, so Woelki. Es tue ihm von Herzen Leid, dass sie die Tage nicht mit ihren Familien verbringen könnten.

„Danke, dass es sie gibt. Danke für Ihren Dienst. Danke unseren Domschweizern und all den anderen, die in den ganzen Tagen im Vordergrund und im Hintergrund dafür Sorge getragen haben, dass wir heute hier in Sicherheit zusammen sein können“, sagte der Erzbischof unter Applaus der Gottesdienstbesucher und -besucherinnen.

Auch den Teilnehmenden der Christmette bekundete Woelki seinen Dank, dass „Sie sich nicht haben erschrecken lassen, sondern mutig hergekommen sind“ zum Dom.

Kardinal Rainer Maria Woelki verabschiedet Besucher und Besucherinnen nach dem Gottesdienst im Kölner Dom.

Kardinal Rainer Maria Woelki verabschiedet am 25. Dezember 2023 Besucher und Besucherinnen nach dem Gottesdienst im Kölner Dom.

An Weihnachten werde gefeiert, dass Gott seinen Sohn als Heiland und Retter in die Welt gesandt habe, um allen Hass, Krieg und Terror zu besiegen.

„Nicht Terror und Krieg sind der Weg Gottes, sondern Liebe, Versöhnung, Vergebung und Einheit“, sagte der Kardinal.

Kölner Dom auch weiterhin im Visier der Polizei

Nach Terrorhinweisen hat die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen am Dom seit Samstagabend (23. Dezember) massiv erhöht.

In der Nacht zu Sonntag durchsuchte sie die Kathedrale fünf Stunden lang mit Bomben-Spürhunden ab, stieß jedoch nicht auf Sprengstoff. In die Ermittlungen einbezogen ist der Staatsschutz, der auf politisch motivierte Kriminalität spezialisiert ist.

Hier mehr lesen: Vom wem kam der Hinweis? Warum die Polizei zu einigen Fragen schweigt

Gottesdienstbesuchende werden vor Einlass in das Gotteshaus auch in den nächsten Tagen kontrolliert. Unter anderem fand am ersten Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) um 10 Uhr das Pontifikalamt statt. Erneut mit Kardinal Woelki. Einige Polizisten und Polizistinnen patrouillierten dabei durch den Dom.

Kardinal Rainer Maria Woelki kommt zum Pontifikalamt im Kölner Dom.

Kardinal Rainer Maria Woelki kommt am 25. Dezember 2023 zum Pontifikalamt im Kölner Dom.

Detaillierte Angaben zu einem möglicherweise geplanten Anschlag auf den Kölner Dom gibt es derweil nicht. 

Terror-Warnungen in Köln, Wien und Madrid: Festnahmen

Terrorwarnungen gab es auch in Österreich sowie in der spanischen Hauptstadt Madrid. In Wien, dessen Stephansdom als mögliches Ziel, nahm die Polizei nach Medienberichten vier Personen fest.

Auch im Saarland gab es nach Informationen der „Bild“ eine Festnahme durch Spezialeinheiten.

Demnach soll es sich bei den festgenommenen Terrorverdächtigen um Tadschiken handeln, die mutmaßlich dem „Islamischen Staat in der Provinz Khorasan“ (ISPK) angehören, einem IS-Ableger in Afghanistan. (mit kna)