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Trauer in BonnStadtdechant stirbt einen Tag vor seinem Geburtstag – Kardinal Woelki würdigt Wolfgang Picken

Wolfgang Picken steht im Innenhof des Bonner Münsters, im Hintergrund der Kreuzgang.

Stadtdechant Wolfgang Picken, hier 2020 im Innenhof des Bonner Münsters, ist gestorben.

Er galt als einer der profiliertesten Köpfe der katholischen Kirche in Nordrhein-Westfalen – der Bonner Stadtdechant Wolfgang Picken. Nun ist er mit 56 einer schweren Krankheit erlegen.

Tiefe Trauer in Bonn! Der weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannte Bonner Theologe und Politikwissenschaftler Wolfgang Picken ist tot. Er starb einen Tag vor seinem 57. Geburtstag.

Er sei am Samstag (27. Januar 2024) einer Krebserkrankung erlegen, teilte das katholische Stadtdekanat mit. Picken war zuletzt Stadtdechant von Bonn. Er galt als einer der profiliertesten katholischen Geistlichen in Nordrhein-Westfalen und scharfer Kritiker des Kölner Kardinals Rainer Maria Woelki (67).

Kardinal Woelki würdigt Picken als engagierten Streiter für den Glauben

„Die Nachricht vom plötzlichen Tod von Wolfgang Picken erfüllt mich mit tiefer Trauer und großer Betroffenheit“, sagte Woelki am Samstag. Als Münsterpfarrer, als Stadtdechant von Bonn und als Priester und Seelsorger sei Picken ein engagierter Streiter für den Glauben und für die Gläubigen gewesen. 

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Woelki weiter: „Meine Gedanken sind bei seiner Familie und den Menschen, die nun um ihn trauern. Mein Gebet gilt ihm und den Menschen.“

Hier unsere Umfrage:

Als oberster Katholik von Bonn engagierte sich Wolfgang Picken in der Flüchtlingshilfe, gegen Rassismus, für Inklusion und Kinderbetreuung. Besondere Kompetenz baute er als Sterbebegleiter auf.

Für sein Engagement wurde Picken 2019 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Mit immer neuen Aktionen versuchte er, Interesse an der Arbeit der katholischen Kirche zu wecken. So trat er auch als Podcast- und Buchautor hervor.

Bonns Stadtdechant engagierte sich sehr im Kriminalfall „Niklas“

Besonders aktiv war er im kulturellen Bereich: 2021 holte er zum Beispiel eines der bekanntesten Werke von Gerhard Richter, das Kerzenbild, ins Bonner Münster.

Überregionale Bekanntheit hatte Picken schon als Pfarrer in Bonn-Bad Godesberg durch sein öffentliches Engagement im Kriminalfall „Niklas“ erlangt. Der 17-Jährige war im Mai 2016 zu Boden gestoßen worden und an den Folgen der Kopfverletzung gestorben.

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Picken betreute die Familie seelsorgerisch und begleitete auch den Gerichtsprozess. Kirchenpolitisch vertrat Picken eher konservative Positionen – so beendete er vor knapp einem Jahr aus Protest seine Mitarbeit am Reformprozess Synodaler Weg.

Nach dem plötzlichen Tod von Wolfgang Picken fand bereits am Samstagabend ein Gebet für ihn in der Münsterbasilika statt. Ab Sonntag (28. Januar) gibt es in der Krypta der Basilika die Gelegenheit zur persönlichen Verabschiedung am Sarg. (mit dpa)