In der Küche verrät es die Pfanne, im Gastraum das Kölschglas: So sehr hängt das Sürther Bootshaus beim aktuellen Rhein-Niedrigwasser in der Schieflage.
Niedrigwasser im RheinSchräglage – Kölner Bootshaus liegt auf Grund

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Das Sürther Bootshaus liegt teilweise auf Grund, das belastet auch die Gebäudestruktur. Hier bei einem Pegelstand von 78 Zentimetern.

Wer aktuell ein leeres Kölschglas im Sürther Bootshaus auf den Tisch legt, erkennt sofort das Problem. Irgendwas läuft hier schief! Das Glas rollt einfach los ...
„Rund acht Prozent Schräglage hat das schwimmende Restaurant am Rhein im Kölner Süden derzeit“, sagt Küchenchef Jörg Blöck im Gespräch mit EXPRESS.de. Der Grund liegt sprichwörtlich unter dem Boot: Der Rhein zieht sich zurück, und das Bootshaus liegt in Teilen wieder auf Grund. Und das, obwohl hier zuletzt ausgebaggert wurde.
Ebbe im Rhein und Schräglage im Bootshaus
Am deutlichsten wird die Schieflage dort, wo eigentlich gekocht wird. „Man sieht es bei uns in der Küche in der Pfanne, dass wir praktisch das Öl nur noch auf einer Seite haben“, sagt Blöck.
Türen schließen schlechter, alles sei „ein bisschen krumm, ein bisschen schief“ – aber der Betrieb werde deswegen nicht eingestellt. Man müsse eben etwas improvisieren.
Trotz Ebbe im Rhein – geöffnet wird weiterhin ab 15 Uhr, die Küche startet um 16 Uhr. Dienstags und mittwochs ist Ruhetag.
Viele Stammgäste stört die Situation nicht. Ganz im Gegenteil, „das ist irgendwie spannend, wie ein kleines Abenteuer“, sagt ein Kunde.

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Küchenchef Jörg Blöck an Deck seines Restaurants. Normalerweise fließt hinter ihm der Rhein (Archivfoto).
Immer wieder, bei längeren Niedrigwasser-Phasen, kommt es zu solchen Szenen an Bord. Nur diesmal ist es besonders schlimm. Im Sommer 2022 bildeten sich sogar Risse in den Wänden, die Türen klemmten. Diese Risse seien laut Blöck inzwischen wieder da.
Das Problem: Sinkt der Pegel noch weiter, „dann liegen wir komplett auf“, so der Küchenchef.
Etwas entspannter ist die Lage bei den Bottshäusern, die direkt am Rhein liegen. Die Alte Liebe hat noch genug Wasser. Auch das Bootshaus Albatros schwimmt noch im Rhein.

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Der Rhein führt Niedrigwasser. Das Bootshaus Alte Liebe liegt noch nicht auf Grund.
Der Rhein führt in diesem Sommer außergewöhnlich wenig Wasser. Am Dienstagmorgen (4. August) waren es nur 69 Zentimeter. So niedrig war der Pegel auch im Rekordjahr, gemessen am 23. Oktober 2018.
Entspannung ist derzeit nicht in Sicht: Ergiebiger Regen, der den Fluss steigen ließe, ist laut Vorhersage vorerst nicht zu erwarten.
