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Rheinfall in KölnJetzt droht wieder drastischer Abfall des Pegels

Rhein Anfang August 2026.

Copyright: Martina Goyert

Im August hatte der Rheinpegel immer wieder Tiefstwerte erreicht. (Archivbild)

Der Rheinpegel soll in den kommenden Tagen zuerst wieder steigen, und dann erneut deutlich fallen.

Für die Schifffahrtsindustrie in der Domstadt gibt es wohl keine guten Nachrichten! Die jüngsten Regenfälle brachten nur eine kurze Erleichterung und ließen den Wasserstand des Rheins etwas heraufklettern. Viele Fährverbindungen wurden daraufhin wieder angeboten.

Eine dauerhafte Besserung der Lage ist aber nicht in Sicht. Das verdeutlichen die neuesten Vorhersagen von „Elwis“, dem Informationsportal der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Der Wasserstand verharrt weiterhin massiv unter dem für die Jahreszeit üblichen Durchschnitt.

Rheinfall in Köln: Rheinpegel soll wieder sinken

Der Montag (31. August) startete in Köln mit einem Wasserstand von circa 117 Zentimetern. Das war immerhin ein Zentimeter mehr als am Vortag zur gleichen Uhrzeit. Für die nächsten Tage wird sogar eine leichte Zunahme erwartet.

Die Vorhersage von „Elwis“ geht für Dienstag gegen 9 Uhr von einem Pegel um 117 Zentimeter aus. Am Mittwoch könnte er sogar auf 120 Zentimeter klettern.

Doch das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein: Der durchschnittliche Wasserstand lag im Zeitraum von 2010 bis 2020 bei 297 Zentimetern – also beinahe drei Meter hoch.

Kölner Rheinpegel: Bis Freitag geht es wieder Richtung Ein-Meter-Marke

Doch die Ernüchterung kommt prompt: Zum Wochenende hin soll der Wasserstand wieder rapide fallen. Zwar wird das Rekordtief aus dem August voraussichtlich nicht erreicht, doch die Berechnungen für Freitagmorgen um 7 Uhr sehen einen Wert von nur 101 Zentimetern vor. Also nur noch knapp über der Ein-Meter-Marke.

Was bedeutet das für den Verkehr auf dem Wasser? Zahlreiche Schiffe können den Kölner Abschnitt zwar weiterhin befahren, allerdings nur mit reduzierter Fracht.

Denn neben dem Pegel ist die Tiefe der Fahrrinne ausschlaggebend. Während Ausflugsschiffe zuletzt auf Boote mit geringerem Tiefgang umgestiegen sind, war dies für manche Fährbetriebe keine Lösung.

Kein Fahrverbot bei Niedrigwasser: Kapitäne entscheiden selbst

Mitte August, beim historischen Tiefstand, wirkte der Rhein bei deutlich unter 50 Zentimetern auf dem Rheinpegel wie leer gefegt. Ein offizielles Verbot für die Schifffahrt existiert bei solchen Bedingungen allerdings nicht. Die Verantwortung liegt allein beim jeweiligen Kapitän, der die Lage selbst einschätzen muss.

Wann sich die Situation am Kölner Rhein wieder normalisiert, ist derzeit völlig unklar. Fachleute prognostizieren, dass eine „substanzielle Entspannung“ sich „nicht vor Anfang Oktober“ zeigen wird.

Das Niedrigwasser-Problem wird die Stadt und die Schifffahrt also noch eine ganze Weile beschäftigen.

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