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Heftige Lage seit BrückensperrungGewaltandrohungen auf beliebter Rheinfähre

Zwei Fähren begegnen sich auf dem Rhein.

Copyright: Alexander Schwaiger

Seit der Sperrung der Nordbrücke ist die Mondorfer Fähre mit zwei Schiffen im Einsatz (Foto vom 4. August 2026). 

Aktualisiert:

Die Mondorfer Fähre ist seit der Nordbrücken-Sperrung oft komplett ausgelastet. Das Team schildert jetzt auf Facebook Situationen, die fassungslos machen. 

Seit der Sperrung der Bonner Nordbrücke liegen bei Verkehrsteilnehmenden die Nerven blank. Besonders hart trifft es unter anderem Pendlerinnen und Pendler, die morgens pünktlich zur Arbeit müssen und abends in den Feierabend wollen. Aber das geht echt nicht!

Das Team der Rheinfähre Mondorf hat jetzt „ein Anliegen in eigener Sache“ auf Facebook gepostet. Darin ist sogar die Rede von Gewaltandrohungen. 

Mondorfer Fährteam: „Werden wir nicht mehr tolerieren“

Die Rheinfähre Mondorf ist seit der Sperrung der wichtigen Autobahnbrücke (A565) mit zwei Schiffen im Dauereinsatz, um den Ausweichverkehr abzufangen. Sie pendelt zwischen Niederkassel-Mondorf und Bonn-Graurheindorf. 

Weil die Fähre oft ausgelastet ist, sind längere Wartezeiten an der Tagesordnung. Und das sorgt offenbar bei einigen Kunden für Unmut. 

„Wir wissen, dass die Verkehrslage im Moment mehr als angespannt ist“, heißt es auf der Facebookseite der Mondorfer Fähre. „Wir als Fährunternehmen können für diese Situation am wenigsten. Es kommt jetzt vermehrt sogar zu Gewaltandrohungen gegenüber unserem Personal, weil sich nicht an Anweisungen dieser gehalten wird.“

Wenn dort Anweisungen gegeben werden, passiere das nicht aus Spaß, stellt das Fähr-Team klar, es diene nur der Sicherheit und, dass möglichst viele Fahrgäste, in jeglicher Form, bei einer Überfahrt mitkommen.

„Androhungen von Gewalt werden wir nicht mehr tolerieren und machen dann von unserem Hausrecht Gebrauch. Es erfolgt ein Beförderungsverbot mit der Fähre“, kündigt das Unternehmen an. Es fügt aber auch hinzu: „Schön, dass der allergrößte Teil unserer Fahrgäste so nett und wertschätzend ist.“

Der Post wurde bereits über 1200 Mal geliked und mehrfach kommentiert. Alle reagieren fassungslos und danken dem tollen Fährteam. „Richtig so! Ihr müsst euch das nicht gefallen lassen“, schreibt etwa eine Userin. Ein User meint: „Das ist genau der Moment, in dem man merkt: Nicht der Verkehr ist das Problem, sondern manche Fahrgäste, die ihre schlechte Laune ausladen wie Sperrmüll. Wer das Personal bedroht, darf sich nicht wundern, wenn die Fähre ohne ihn ablegt.“

„Unglaublich! Ihr seid so toll, freundlich und nett. Wir sind froh, dass ihr so flexibel und spontan die Situation meistert“, erklärt eine andere Userin stellvertretend für viele andere. (iri)

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