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Dramatische VorhersageRhein in Köln trocknet immer weiter aus

Der Rhein führt Niedrigwasser.

Copyright: Alexander Schwaiger

So sah es am 14. Juli 2026 am Rhein aus. 

Die Lage für die Schifffahrt in Köln spitzt sich zu. Der Wasserstand des Rheins wird laut Vorhersagen weiter extrem zurückgehen, eine Besserung ist nicht in Sicht.

Am Donnerstagmorgen (3. September) zeigte die Messstation in Köln einen Wasserstand von circa 108 Zentimetern. Die Prognose ist düster: Bereits am Freitag wird erwartet, dass die kritische Marke von einem Meter unterschritten wird – und der Abwärtstrend hält an.

Der rasante Wasserverlust wird deutlich: Noch am Mittwochmorgen um 5 Uhr lag der Wert bei 118 Zentimetern. Das bedeutet einen Rückgang von zehn Zentimetern innerhalb eines Tages. Dieser beunruhigende Trend wird durch die Daten von „Elwis“, dem Online-Dienst der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, untermauert.

Kölner Rheinpegel stürzt unter die Ein-Meter-Marke

Den Vorhersagen zufolge wird der Pegel schon am Donnerstagabend die wichtige Metermarke durchbrechen. Bis zum Samstagmorgen wird ein weiterer deutlicher Abfall auf nur noch 89 Zentimeter erwartet.

Die Prognose von Elwis zeichnet ein noch drastischeres Bild für den Wochenanfang. Für Sonntagmorgen (ca. 7 Uhr) wird ein Stand von 87 Zentimetern prognostiziert, der bis Montagmorgen auf erschreckend niedrige 83 Zentimeter fallen soll.

Sollte diese Schätzung eintreffen, hätte der Rhein in unter einer Woche beinahe 40 Zentimeter an Höhe eingebüßt. Die weitere Entwicklung bleibt ungewiss. Fachleute gehen allerdings nicht davon aus, dass sich die Lage schnell bessern wird.

Eine „substanzielle Entspannung“ der Situation könnte laut Einschätzungen bis „Anfang Oktober“ auf sich warten lassen. Zum Vergleich: Der Rekord-Tiefstand von circa 45 Zentimetern wurde Mitte August gemessen. Normalerweise beträgt der mittlere Wasserstand des Jahrzehnts von 2010 bis 2020 beinahe drei Meter.

Was das Niedrigwasser für die Schifffahrt bedeutet

Ein kompletter Stillstand auf dem Rhein droht in Köln dadurch aber noch nicht. Der Grund: Der Kölner Pegel gibt die Wassertiefe von einem definierten Nullpunkt an, nicht jedoch die tatsächliche Tiefe der Fahrrinne für die Schiffe.

Es liegt im Ermessen der jeweiligen Schiffsbesatzung, ob eine Fahrt bei dem geringen Wasserstand noch riskiert werden kann. Eine offizielle Sperre durch die Behörden existiert nicht. Viele Frachter müssen jedoch ihre Ladung erheblich verringern und transportieren nur noch einen kleinen Teil der üblichen Warenmenge. (red)

Die WDR-Lokalzeit Köln fiel am 2. September 2026 aus.
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