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30 Stunden Fahrt Ordnungsamt Köln stoppt Tiertransport – und macht schlimme Entdeckung

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Der Einsatz von Ordnungsamt, Polizei, Umweltamt und Feuerwehr dauerte etwa fünf Stunden.

Köln – Der Tierhandel in und um Köln ist derzeit durch Corona ein großes Thema. Viele wollen im Lockdown einen tierischen Freund, die übermäßige Nachfrage öffnet auch dem illegalen Handel, zum Teil aus dem Ausland, Tür und Tor. Zuletzt hatte EXPRESS über todkranke Welpen berichtet, die im Tierheim in Hürth abgegeben wurden. Am Samstag (20. Februar) haben Polizei und Ordnungsamt einen erschreckenden Fund gemacht.

  • Köln: Tiertransporter mit 58 Hunden und Katzen gestoppt
  • Tiere waren auf engsten Raum gedrängt
  • Kölner Ordnungsamt wird von Polizei unterstützt

Tiertransport in Köln: 58 Tiere auf engstem Raum

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Unglaublich: In einem Transporter, der aus Spanien und Portugal nach Köln gekommen war, befanden sich auf einer Ladefläche von knapp zehn Quadratmetern 52 Hunde sowie sechs Katzen in Käfigen und Boxen. Veterinärinnen des Umweltamts und Mitarbeiter des Ordnungsdienst kontrollierten den nicht angemeldeten Transport und fanden die unwürdigen Verhältnisse vor, in denen die Tiere untergebracht waren.

Nach Angaben der Stadt Köln wurden vier Hundewelpen und vier Katzen mit Hilfe der Feuerwehr und der Kölner Polizei sichergestellt. Die weiteren Tiere wurden den Empfängern (Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Tierschutzvereine) übergeben, nachdem Papiere und Tiere überprüft worden waren.

Zeugin mit wichtigem Hinweis: Tiertransporter in Köln überprüft

Am frühen Nachmittag hatte sich eine Zeugin bei der Polizei gemeldet. Sie wisse, dass gegen 16 Uhr ein unangemeldeter (und damit illegaler) Transport bei den Kölner Behörden eintreffen werde.

Die Polizei schaltete Beamte des Kölner Ordnungsamts ein, die gegen 16 Uhr den mutmaßlichen Treffpunkt am Garzweiler Weg (Bocklemünd/Mengenich) überwachten. Und tatsächlich: Viele Menschen schienen dort auf die Ankunft zu warten. Gegen 16.15 Uhr fuhr der Transport mit spanischem Kennzeichen vor. Das Zeichen für die Einsatzkräfte, Verstärkung anzufordern.

Um das Fahrzeug hatten sich mittlerweile etwa 50 wartende Personen versammelt, teilweise ohne Abstand und/oder Mund-Nasen-Bedeckung zum Coronaschutz.

Etwa 50 Menschen warten auf Tiertransport in Köln

Im Inneren des Transporters, den zwei Männer steuerten, stapelten sich etwa 30 Käfige auf beiden Seiten in drei Reihen übereinander. Teilweise befand sich mehr als ein Hund in einem Käfig, ein beißender Geruch nach Urin lag in der Luft. Die Tiere wirkten auf die Experten verängstigt und gestresst, nicht einmal für Futter und Wasser war in einigen Käfigen gesorgt.

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In etwa 30 Käfigen waren fast 60 Tiere untergebracht. Auch für Futter und Wasser war in einigen Käfigen nicht gesorgt.

Wie die Fahrer erklärten, seien sie seit rund 30 Stunden aus Malaga in Richtung Deutschland unterwegs gewesen und wechselten sich beim Fahren ab. Die Papiere ihrer Firma waren zum Teil nicht nach EU-Standard ausgestellt. Das machte die Arbeit des Umweltamts vor Ort schwierig, weil Informationen mühsam gesucht werden mussten.

Tiertransport nach Köln: Erst um 21 Uhr waren alle Kontrollen abgeschlossen

Bis etwa 21 Uhr dauerte es, bis alle Tiere an die Empfänger gegeben werden konnten. Vorher hatten die Veterinärinnen jeden Hund kontrolliert, sowohl gesundheitlich als auch im Bezug auf verpflichtende Impfungen, richtige Chip-Nummern oder sonstige Auffälligkeiten.

Einige Tiere wurden sichergestellt, sie wurden in ein Tierheim gebracht. Die fragwürdigen Zustände rund um den Transport werden weitere Ermittlungen gegen Verantwortliche und Überprüfungen von Beteiligten nach sich ziehen. (tw)

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