„Stiftung Warentest“GPS-Tracker für Tiere im Test: Welche orten zuverlässig und genau?

Auf dem Foto liegt ein Hund mit GPS-Tracker am Halsband auf einer Wiese.

GPS-Tracker sind beispielsweise sinnvoll für frei laufende Hunde, damit sie einfach geortet werden können, sollten sie mal weglaufen.

GPS-Tracker können uns das Leben erleichtern und helfen uns, Dinge wiederzufinden oder unsere Haustiere zu orten. Die Stiftung Warentest hat sich jetzt einige Geräte genauer angesehen.

von Sarah Istel (sai)

Den Schlüssel verloren, der Hund ist im Wald abgehauen –  in diesen Situationen kommen nicht selten GPS-Tracker zum Einsatz: Per Satellit oder Bluetooth senden sie den Standort des Trackers, manche mit Verzögerung, manche live. Sie können auch oft komfortabel per App gesteuert werden.

Die Stiftung Warentest hat sich in ihrem „test“-Heft Ausgabe 3/2024 verschiedene GPS-Tracker genauer angesehen. Wie gut und zuverlässig sind die Tracker wirklich? Und welcher GPS-Tracker eignet sich wofür am besten?

Stiftung Warentest testet GPS-Tracker

Die Stiftung Warentest hat insgesamt neun GPS-Tracker getestet, davon sechs für Tiere und drei für Gegenstände. Die Preisspanne liegt zwischen 159 und 50 Euro. Besonders überzeugt haben die Tiertracker, dennoch hat kein Gerät mit „sehr gut“ abgeschnitten.

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Neben der Ortungs-Leistung (Genauigkeit, Ortung im Notfall, GPS-Empfindlichkeit, Geofencing) wurde auch die Handhabung, die Verarbeitung und der Akku der Tracker untersucht.

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Stiftung Warentest: Die Einsatzmöglichkeiten von Trackern

Viele GPS-Tracker arbeiten über Satellitenfunk. Das ist zwar sehr zuverlässig, allerdings funktioniert die Ortung nur unter freiem Himmel optimal. In Gebäuden wird sie schlecht bis unmöglich. Deswegen eignen sich diese GPS-Tracker vor allem für frei laufende Haustiere (zum Beispiel Hunde oder Katzen) oder für Autos und Fahrräder. 

Um Geldbörsen, Schlüssel oder Koffer zu orten, eignen sich Bluetooth-Tracker besser. Sie senden Signale aus, die Handys in der Nähe nutzen, um die Position des Trackers zu bestimmen. Der Apple AirTag beispielsweise lässt sich von anderen iPhones und Apple-Geräten in maximal zehn Meter Reichweite orten.  

Was außerdem viele nicht bedenken: Einige GPS-Tracker sind nur im Abo erhältlich, da laufende Kosten für z.B. den Mobilfunk anfallen. Manchmal kommt erst nach einiger Zeit noch eine Nutzungsgebühr dazu, und für Funktionen wie die Familienfreigabe muss man einen Aufpreis zahlen. 

Stiftung Warentest: Dieser GPS-Tracker war am schlechtesten

Tracker können auch Stalkern in die Hände spielen: Sie lassen sich leicht in Handtaschen verstecken oder unters Auto kleben, und so können Täter ihre Opfer leicht verfolgen. Smartphones sollen davor schützen, indem sie davor warnen, wenn sich ein fremder Tracker länger in der Nähe befindet. Bei Apple und Android klappt das z.B. beim AirTag mittlerweile schon ganz gut.

Am schlechtesten abgeschnitten hat im Test der Cobblestone von Copenhagen Trackers mit „ausreichend“ (3,9). Er ist mit 159 Euro auch der teuerste im Test. Er hat sehr lange Ortungsintervalle – teilweise fünf bis zehn Minuten, während der Testsieger alle zehn Sekunden seinen Standort meldet. Außerdem schwächelt der Tracker bei schlechtem Empfang. Die anderen zwei Tracker für Gegenstände haben ebenfalls nur „befriedigend“ abgeschnitten.

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Diese GPS-Tracker haben gut abgeschnitten

Die GPS-Tracker für Tiere haben jedoch deutlich besser abgeschnitten. Vier Geräte haben gut abgeschnitten:

  1. Prothelis Area Pets, Note: „gut“ (2,0), Preis: 116, Kosten für ca. zwei Jahre Nutzung: 219 Euro
  2. Tractive GPS Tracker for Dogs, Note: „gut“ (2,1), Preis: 50 Euro, Kosten für ca. zwei Jahre Nutzung: 170 Euro
  3. Fressnapf Tracker für Hunde, Note: „gut“ (2,3), Preis: 76 Euro, Kosten für ca. zwei Jahre Nutzung: 76 Euro
  4. PAJ Pet Finder 4G, Note: „gut“ (2,3), Preis: 50 Euro, Kosten für zwei Jahre Nutzung: 150 Euro

Die meisten Punktabzüge bekamen diese GPS-Tracker in den Punkten Akku und Basisschutz persönlicher Daten (mittelmäßige Bewertung bei sparsamer Erhebung von Nutzerdaten und bei Schutz von Nutzerkonto und Datenübertragung). Praktisch: Tractive und Fressnapf senden den Standort sogar live.