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Nach Serie von SchüssenKölns OB lobt Polizei und hat klare Forderung

Vier Kräfte der Spurensicherung sind in Schutzanzügen vor dem Uhrengeschäft im Einsatz.

Copyright: Arton Krasniqi

Spurensicherung am Mittwoch (21. Oktober 2026): Auf ein Uhrengeschäft in der Breite Straße wurde zum dritten Mal geschossen.

Burmester nennt die Taten besorgniserregend, hält Köln aber für eine sichere Stadt – und fordert Hilfe vom Land.

Wieder Schüsse, wieder dasselbe Ziel: ein Uhrengeschäft mitten in der Kölner Innenstadt. Jetzt nimmt Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) das Land in die Pflicht. Von der Landesregierung und von NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) verlangt er mehr Unterstützung.

Auf Anfrage machte der OB deutlich, wie er die Angriffe einordnet: Es seien „besorgniserregende Straftaten der Organisierten Kriminalität, die seitens der Polizei konsequent verfolgt und aufgeklärt werden müssen“.

Kölns OB mit Appell Richtung Düsseldorf

Panik will Burmester trotzdem nicht aufkommen lassen. „Deutschland ist ein sicheres Land und Köln ist eine sichere Stadt“, stellte er klar. Die Kölner Polizei leiste gute Arbeit, lobte der Stadtchef. Sein Beleg: Nach den Schüssen auf das Geschäft an der Breite Straße klickten bei zwei Verdächtigen die Handschellen. Dann folgte der Appell Richtung Düsseldorf: „Wir brauchen aber auch mehr Engagement und Unterstützung seitens der Landesregierung und des Innenministers Herbert Reul.“

An Kölnerinnen und Kölner richtete Burmester eine klare Botschaft: „Köln ist eine sichere Stadt und die Stadt Köln arbeitet Hand in Hand mit der Polizei daran, dass das auch so bleibt, beispielsweise in der Ordnungspartnerschaft Ringe.“ Zwischen Stadt und Polizei laufe der Austausch „auf höchster Ebene“, betonte er.

Und was können Betroffene tun? Sollte hinter den Angriffen Schutzgelderpressung stecken, müssten Opfer aus Burmesters Sicht unbedingt Anzeige erstatten. Danach könne die Polizei sie beraten, wie sie sich am besten schützen. Auch alle anderen sind gefragt: Wer etwas Verdächtiges beobachtet, soll den Notruf wählen. Genau so kamen nach Darstellung des OB offenbar auch die Festnahmen nach den Schüssen auf das Uhrengeschäft zustande.

Die Schüsse auf der Breite Straße sind nur das jüngste Kapitel einer Serie, die Köln und das Umland seit Monaten in Atem hält. Mehr als 30 Fälle hat die Kölner Polizei seit Pfingsten auf dem Tisch: Schüsse, Brandsätze, Explosionen, gerichtet gegen Geschäfte und Wohnhäuser. In der Nacht zum Samstag traf es ein Wohnhaus in Merkenich und ein Restaurant in Rodenkirchen, beide wurden beschossen. Am Sonntag erwischte es dann ein Wohn- und Geschäftshaus in Brühl. (red)