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Kölner Urgestein sagt Tschö Hartmut Priess (76) verlässt die Bläck Fööss

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Fööss-Urgesteine, die bald getrennte Wege gehen: Hartmut Priess (links) und Bömmel Lückerath.

Köln – Seit 48 lange Jahren steht er mit seinem Bass auf der Bühne. Gern, hinten rechts in der Ecke, die Beständigkeit in Person.  Nun hat Hartmut Priess (76) angekündigt, die Mutter aller kölschen Bands zu verlassen.   

Nachfolger steht schon parat

Nach der Silvestersause in der Arena ist Schluss. Aber ein Nachfolger ist schon gefunden – Hanz Thodam (48) von den Domstürmern. Eigentlich hatten die Fööss zur Pressekonferenz zu ihrem 43. Sommer-Konzert im Tanzbrunnen eingeladen.

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Hartmut Priess (Mitte) und sein Nachfolger Hans Thodamm (rechts).

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Und dann, am Ende, ließ Hartmut Priess die Bombe platzen: „Das wird das letzte Mal sein, dass ich am Tanzbrunnen spiele.“

Stille, Ungläubigkeit. Dann folgt: „Das Silvesterkonzert in der Lanxess-Arena wird dann mein Abschiedskonzert.“

Abschied fällt ihm schwer

Es gibt zu, dass ihm der Abschied schwer falle, sagt er auf eine typische, eher wortkarge Weise: „Ich bin jetzt in dem Alter, wo man aufhören sollte“.

Um dann den Tanzbrunnen zu loben: „Für mich ist das hier eine der schönsten Bühnen Deutschlands. Mit ihr verbinde ich viele schöne Erlebnisse. Da wird das Familiäre noch groß geschrieben, da verteilt sich das Publikum über alle Generationen hinweg,“ sagt die graue Eminenz der Fööss. Und muss dann doch mal schlucken.

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Priess seit den 60ern im Musikbusiness

Priess, der gebürtige Berliner, gehörte, wie auch Erry Stoklosa in den 60er zu den Beat Stones und später zu den Stowaways –  der eigentlichen Vorgängerband der Bläck Fööss.  Er war mit verantwortlich für Hits wie  „Veedel“, „Buuredanz“,  oder „Pänz, Pänz, Pänz“.

Priess arbeitete mit Komponist Hans Knipp auch an Klassikern wie „Mer losse d’r Dom en Kölle“, „Lange Samstag en d’r City“ .

Priess lebte seinen Traum

„Ich habe vor vielen Jahren mein Hobby zum Beruf gemacht und bin dankbar, als Musiker einen Platz gefunden zu haben, an dem man etwas bewirken kann. Wir Musiker sind ja eine Art Stadtchronisten, in unseren Liedern spiegeln sich fast fünf Jahrzehnte kölscher Geschichte wider“,  sagt Priess rückblickend.

Seinem Nachfolger Hanz Thodam, bisher Bassist bei den Domstürmern,  übergab er grinsend  eine CD – mit all den Liedern, die die Fööss im Laufe der Jahre veröffentlicht haben. Sein trockener Kommentar: „Damit du weißt, was jetzt auf Dich zukommt.“

Hanz von den Domstürmern

Der neue Mann, der dann im Januar 2019 bei den Fööss beginnt, ist für die Band kein Unbekannter: „Hanz arbeitet bereits seit elf Jahren mit uns und passt so wohl menschlich, als auch musikalisch absolut zu uns. Wir haben uns auch andere Bassisten angeschaut – beispielsweise aus Mönchengladbach  – die alle musikalisch top waren. Für uns aber ist einfach wichtig, das dass kölsche Gefühl in der Band erhalten bleibt. Und obendrein kann Hanz auch noch super singen“, sagt Erry Stoklosa lachend.

Hanz Thodam erfüllt sich Traum bei den Bläck Fööss

Thodam ist seit vier Jahren „Domstürmer“. Er sagt: „Seit meiner Kindheit habe ich davon geträumt, mal mit den Bläck Fööss zu spielen. Dieser Traum wird nun wahr...“

Micky Nauber, Frontmann der Domstürmer lässt ihn mit einem weinenden und einem lachenden Auge ziehen. „Wir haben vier spannende Jahre miteinander verbracht. Natürlich würden wir Hanz gern behalten. Aber der Erfüllung eines Kindheitstraums darf man nicht im Wege stehen.“

Pit Hupperten (2017 für Peter Schütten) / Mirco Bäumer (2017 für Kafi Biermann) / Andreas Wegener (2005 für Willy Schnitzler) / Gus Gusovius (1994)

O-Ton Erry: „

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