Erster Trinkbrunnen in Köln Rheinenergie-Vorstand kontert Verschwendungs-Vorwürfe

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Oberbürgermeisterin Henriette Reker (62, parteilos) und Rheinenergie-Vorstand Dr. Andreas Cerbe nehmen den Trinkwasserbrunnen an der Eigelsteintorburg in Betrieb, im Hintergrund beäugt von Bürgermeister Andreas Hupke (69, Grüne).

Köln – Er läuft. Und läuft. Und läuft ... An der Eigelsteintorburg wurde am Dienstag (17. September 2019) der erste „reguläre“ Trinkwasserbrunnen (nach dem Kunstbrunnen auf dem Kurt-Hackenberg-Platz) in Betrieb genommen. Als erster wollte ein zweijähriger Steppke seine Trinkflasche mit Wasser füllen – Papa musste helfen.

Köln: Brunnen für Trinkwasser offiziell in Betrieb genommen

Dann schritten Oberbürgermeisterin Henriette Reker (62, parteilos), Rheinenergie-Vorstand Dr. Andreas Cerbe und Bezirksbürgermeister Andreas Hupke (69, Grüne) zur Tat – und nahmen den Brunnen offiziell in Betrieb.

„Alle Menschen, die auf diesen Platz kommen, sollen Wasser bekommen“, meint Hupke. „Nicht jeder kann sich ein Glas Wasser leisten.“

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Die Betreiber der beiden Lokale, zwischen deren Außengastronomien der Brunnen steht, werden diese Aussage sicher mit Freude gehört haben. Im Vorfeld hatte es auch deshalb Zoff um den Standort gegeben (hier mehr lesen).

Brunnen in Köln: Schülergruppe aus Holweide hatte die Idee

„Wir wollen die Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raums erhöhen“, erklärte die OB. „Und deshalb treffen wir uns jetzt hier auf einen ersten Probeschluck aus einer von zwölf neuen Trinkwasserstationen.“

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Die Standorte der zwölf geplanten Trinkwasserstationen. Drei weitere gibt es bereits am Skaterpark im Rheinauhafen, im Blücherpark und am Kurt-Hackenberg-Platz.

In Rom und den angrenzenden Gemeinden gibt es rund 2500 Trinkwasserbrunnen.

Es sei eine Schülergruppe aus Holweide gewesen, die den Stein in Köln ins Rollen gebracht habe. „Sie fragten nicht zu Unrecht, warum es in Köln keine öffentlich zugänglichen Trinkwasserstationen gebe. Wir haben den Ball gern aufgenommen und ein Konzept entwickelt.“

Kölner Trinkwasser: Zunächst jeweils ein Brunnen pro Bezirk

Und das sieht vor, dass jeder der neun Kölner Stadtbezirke zunächst jeweils einen Brunnen bekommen soll, im Stadtbezirk Innenstadt/Deutz soll es vier geben. In diesem Jahr gehen noch eine Trinkwasserstation in Chorweiler (an der Sportanlage am Weichselring) sowie eine weitere in der Innenstadt (Zeppelinstraße) in Betrieb.

Drei andere Trinkwasserstationen gibt es bereits: Am Skaterpark im Rheinauhafen, im Blücherpark und am Kurt-Hackenberg-Platz (hier mehr lesen).

Wasser läuft permanent – für zwei Euro pro Tag

Die Trinkwasserstationen werden von der Rheinenergie betrieben, das Unternehmen hat sie speziell entwerfen lassen.

Damit sich keine Keime ausbreiten, läuft das Wasser permanent in einem schmalen Strahl – in 24 Stunden etwa 1000 Liter. „Das sind knapp zwei Euro pro Tag“, kontert Rheinenergie-Vorstand Dr. Andreas Cerbe Vorwürfe der „Verschwendung“.

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Dieses Modell eines Trinkwasserbrunnens hat die Rheinenergie eigens entworfen. Der Brunnen erinnert auf den ersten Blick an ein... nun ja. Das Wasser fließt permanent, weil so keine Keime in der Leitung entstehen. Man kann seine Schnüss in den Strahl halten oder eine Trinkflasche abfüllen. 1000 Liter fließen täglich durch – Kosten: zwei Euro pro Tag.

Ließe man das Wasser nur auf Knopfdruck laufen, würden in den Leitungen Keime entstehen, die gesundheitsgefährdend sind – zumal bei sommerlicher Hitze. „Die Kosten, die wir aufbringen müssten, um diese Trinkwasserstationen dauerhaft keimfrei zu halten, wären um ein Vielfaches höher“, so Cerbe.

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