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Köln Diebischer Paketbote (60) tappt in DHL-Falle

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Tatort Paketzentrum: Die DHL stellte ihrem Mitarbeiter eine Falle. 

Köln – Peinlich berührt saß Hermann K. (60, Name geändert) am Mittwoch in Saal 246 des Kölner Amtsgerichts auf der Anklagebank. „Nach 26 Jahren hatte ich einfach einen Blackout“, sagte der ehemalige DHL-Mitarbeiter.

Nach mehreren Vorfällen im Paketzentrum Eifeltor wurde er gefeuert.

DHL-Pakete mit Schmuck aufgerissen 

Der Familienvater soll im Rahmen seiner Tätigkeit mehrfach Pakete abgezweigt haben. Im einen Fall soll er laut Anklage der Staatsanwaltschaft Köln die Sendung eines Schmuckhandels aufgerissen und zwei darin befindliche Ringe aus Weißgold (Wert: 304 Euro) an sich genommen haben. 

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In einem weiteren Fall soll sich der Mitarbeiter im Wissen um die Kameraüberwachung extra hinter einem großen Paket versteckt haben, um weitere Beute zu machen. Überführt hat ihn der Arbeitgeber mit einem präparierten Paket, einer sogenannten „Fangsendung“, die unter besonderer Beobachtung stand. Diese hatte als Absender den Schmuckhändler. 

DHL-Mitarbeiter tappte in die Falle 

Prompt tappte der Mitarbeiter in die Falle. Es folgte eine Anzeige bei der Polizei und die fristlose Kündigung. Vor Gericht gab der wegen Verletzung des Briefgeheimnisses und Diebstahls beschuldigte K. zunächst nur den zeitlich letzten Fall zu – den, bei dem er in flagranti erwischt worden war. 

Als Motiv gab er an, aufgrund einer Nebenkostennachzahlung von 800 Euro eine Kurzschlusshandlung begangen zu haben. Bei den weiteren Fällen redete sich der Angeklagte raus, sprach von einer Vielzahl von beschädigten Paketen im DHL-Zentrum und einem immensen Druck. Geklaut habe er da aber nichts. 

„Das glaube ich Ihnen nicht“, sagte Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn. Der Prozess muss nun mit Zeugen neu starten. 

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