Kostenexplosion Behörde friert Millionen für Kölner WDR-Neubau ein

Ein WDR-Logo am Sender-Funkhaus in Köln

Der WDR, hier eine Aufnahme eines Gebäudes des Senders in der Kölner Innenstadt vom 9. Mai, hat Probleme mit seinem geplanten Neubau.

Der geplante Neubau des Westdeutschen Rundfunks in der Kölner Innenstadt gerät ins Wanken. Aufgrund von steigenden Kosten wurde dem Sender der Geldhahn zugedreht. Ob und wann die Gelder wieder fließen, ist offen.

Köln. Der Westdeutsche Rundfunk (WDR) plant einen Neubau in der Kölner Innenstadt. Für das Vorhaben waren Kosten in Höhe von 80 Millionen Euro veranschlagt. Doch die Summe ist nicht mehr realistisch. Also wollte der WDR aufstocken. Erst auf 160 Millionen Euro, dann auf 240 Millionen Euro. 

Die Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) schob diesen Plänen aber einen Riegel vor. Das geht aus dem aktuellen KEF-Bericht hervor, wie die „Bild“ zuvor berichtet hatte. Eine Zahlung von weiteren 69,1 Millionen Euro an den WDR wurde eingefroren.

Köln: Kostenexplosion bei WDR-Neubau in der Innenstadt

In dem KEF-Bericht heißt es dazu: „Die Kommission erwartet, dass der WDR, nicht zuletzt aufgrund der erheblichen Kostensteigerungen, die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens erneut prüft und dabei klärt, ob eine alternative Lösung nicht wirtschaftlicher ist.“

Eine Alternative könnte ein Neubau bei den WDR-Studios in Bocklemünd sein. Eine WDR-Sprecherin schließt das aber gegenüber „Bild“ aus, weil das Filmhaus, wo auch die Lokalzeit gedreht wird, das journalistische Herzstück des Senders sei. „Ein Neubau in Bocklemünd wäre daher nicht sinnvoll und auch nicht wirtschaftlicher gewesen. Es hätte zusätzliche Kosten für die Erschließung des Geländes und die technische Anbindung an die Sendezentrale in der Innenstadt gegeben.“

Köln: Zusätzliches Geld für WDR-Neubau eingefroren

Der WDR hält indes an seinen Plänen fest. „Da das Projekt voll im Kosten- und Zeitplan liegt, ist der WDR zuversichtlich, dass die aktuell gesperrten Gelder im Nachgang eingesetzt werden können“, so die Sprecherin des Senders gegenüber der „Bild“.

Die KEF will sich erneut in ihrem nächsten Bericht, voraussichtlich im Frühjahr 2022, zu dem Vorhaben des WDR äußern. Bis dahin bleibt das Geld weiter gesperrt. (aa)

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