Lachende Kölnarena Unfassbarer Rekord geknackt: Emotionen pur bei Premiere in Deutz

Eine Gruppe aus Bergheim feiert bei der Lachenden Kölnarena.

Bergheim, alaaf: Dieser Freundeskreis feierte bei de Premiere der Lachenden Kölnarena wie jeck.

Emotionen pur, ein Zuschauerrekord und endlich wieder kölsche Lieder: Am Freitagabend startete die „Lachende Kölnarena“ vor tausenden Jecken.

Es ist exakt 16.48 Uhr am Freitag (20. Januar 2023), da stehen Nicole (31) und Nadine (30) vor dem Eingang Nord der Kölner Lanxess-Arena. Ihnen ist es nicht ganz bewusst, aber die Freundinnen aus Overath und Frechen sind die ersten Besucherinnen der „Lachenden Kölnarena“ nach drei Jahren. 

„Mein Mann hat uns gefahren“, sagt Nadine. „Jetzt freuen wir uns endlich wieder auf die Arena.“ Zum fünften Mal sind sie schon hier – und herrlich bepackt mit Leckereien und Kölsch. „Es wird Zeit, dass es wieder losgeht.“ Stimmt, schnell rein. Und um 18 Uhr geht es los. Dazu pfeift draußen der Wind und es ist eisig kalt.

Köln: Lachende Kölnarena startet mit 16 Ausgaben

Schnell ins Warme haben sich auch über 10.000 Jecke gedacht, die bunt kostümiert ins Henkelmännchen strömen. Verpflegung? „Haben wir mehr als genug“, sagt eine Gruppe aus Bergheim und deutet auf das XXL-Kölschfass. „Wir sind 13 Leute. Einfach geil, dass es wieder alles möglich ist.“

Alles zum Thema Dreigestirn

Ob das Sitzungsleiter Markus Pohl auch so sieht? Akribisch sortiert er oben im Elferrat seine Moderationskarten. „Ich bin immer nervös. Aber heute ist es etwas ganz Besonderes.“ Erstmals moderiert er die Premiere, sonst ist er immer später dran und Kollege Wolfgang Nagel macht die Auftakt-Veranstaltung.

Nicole (l.) und Nadine zeigen Lebensmittel bei Lachender Kölnarena

Nicole (l.) und Nadine waren die ersten Besucherinnen nach drei Jahren.

Kurz vor Beginn breitet er sich aus, der Geruch, den man so lange vermisst hat: Frikadellchen, Käsewürfel, Mettwürstchen – sie alle werden aus den Tupper-Dosen gekramt. „Der Duft bleibt immer gleich“, sagt auch ein erleichterter Michael Burgmer, der neben Nathalie Drmota steht. Das Publikum darf eben alles mitbringen und macht davon auch reichlich Gebrauch: Bollerwägen, große Einkaufstaschen, Rucksäcke – alles muss mit. Ein jeckes Bild. 

Beide Chefs der Konzertagentur Otto Hofner sind neben der Lanxess-Arena Mitveranstalter. „Es ist so unglaublich schön hier herumzuschauen“, finden sie. „Das haben wir vermisst.“ Bunte Luftballons, glückliche Menschen, Feierstimmung.

Markus Pohl als Sitzungsleiter bei der Lachenden Kölnarena

Sitzungsleiter Markus Pohl führte gekonnt durch das Programm.

Als sich verschiedene Abordnungen der Kölner Vereine und das Kölner Dreigestirn für den Einzug parat machen, gibt es noch eine besondere Ehrung mit einem unfassbaren Rekord, der wohl für die Ewigkeit bestimmt ist: Arena-Chef Stefan Löcher und die Gastspieldirektion können sich über 2,5 Millionen Menschen freuen, die in 25 Jahren in der „Lachenden“ geschunkelt und gefeiert haben.

Auch für Löcher ein großer Moment. „Man kann das gar nicht richtig beschreiben. Diese Atmosphäre muss man erlebt haben, insbesondere nach drei Jahren Abstinenz.“

Nehmen Sie hier an unserer Umfrage teil:

Köln: 2,5 Millionen Menschen bislang bei „Lachender Kölnarena “

Mitverantwortlich für den Rekord: Eberhardt Bauer-Hofner, der sich bekanntlich in den Ruhestand verabschiedet hat. Ruhestand? Von wegen! Fit wie ein Turnschuh flitzt er durch den Backstage-Bereich und herzt alle, die gekommen sind. „Vielleicht stoße ich später auch mal mit einem Gläschen an. Das kann ich mir ja jetzt erlauben“, scherzt er. 

Manuel Sauer und Eldorado auf der Bühne

Manuel Sauer war mit Eldorado auf der Bühne.

16 Ausgaben mit über 160.000 Gästen wird es alleine dieses Jahr geben, inklusive der großen FC-Geburtstagsparty und der Pänz-Arena. Der Publikumsmagnet ist wieder da! Erstmals auch mit JP Weber, der sich das Treiben schon lange vor seinem Auftritt anschaut.

Stefan Löcher, Nathalie Drmota und Michael Burgmer (v.l.) auf der Bühne

Wahnsinns-Rekord: Stefan Löcher, Nathalie Drmota und Michael Burgmer (v.l.)

„Ist das hier immer so?“, fragt er voller Ehrfurcht beim Blick ins weite Rund. Ja, JP – hier ist es immer so. Das letzte Mal, dass Markus Pohl die Beletage der kölschen Musik auf der Bühne begrüßen durfte, war der 23. Februar 2020.

Als es endlich losgeht, ruft er den Menschen auf wunderbar schönem Kölsch zu: „Ihr glaubt gar nicht, wie gut das tut, euch alle wieder hier zu sehen.“ Die Menschen jubeln. Auch über Markus Pohls Worte. Aber in erster Linie, weil ihr geliebtes Henkelmännchen endlich wieder fest in jecker Hand ist. 

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.