Kneipen-Karneval Geniale Idee: Kölns Bierkutscher haben jetzt auch andere Ware dabei

Bierlieferant Daniel Siebert (l.) übergibt am Eigelstein der Inhaberin des Weinhaus Vogel, Angelika, CDs.

Bierlieferant Daniel Siebert (l.) vor dem Weinhaus Vogel am Eigelstein mit Kult-Wirtin Angelika.

Zwei Großlieferanten in Köln haben anstatt Kölsch nun auch CDs für die Kneipen im Stadtgebiet dabei. 

Die Pandemie macht es möglich: Die Kölner Karnevalistinnen und Karnevalisten verlagern „ihr“ Fest zunehmend coronakonform in die Kneipen im Veedel. Das hat jetzt solche Auswirkungen, dass ein altes Kölner Sprichwort in diesem Fall wirklich positiv ausgelegt werden kann: „Man kennt sich, man hilft sich.“  Denn Kölns Bierkutscher haben aktuell nicht nur Kölsch im Gepäck.

Köln: Getränkelieferanten haben jetzt auch CDs dabei

Mittwochnachmittag (19. Januar) am Eigelstein: Vor dem Kultladen „Weinhaus Vogel“ hält Bierlieferant Daniel Siebert vom Biergroßhandel Richartz. Doch was Wirtin Angelika heute bekommt, ist neben Kölsch auch noch was anderes kölsches. „Das ist ja jeck“, bedankt sie sich, als Siebert ihr die gesamten „Top Jeck – Kölsch un Jot“-Sampler der vergangenen Jahre überreicht. Kölns Bierlieferanten haben ab sofort auch kölsche Tön im Gepäck! Jetzt ist am Eigelstein wirklich Musik.

Jürgen Hoppe, Plattenboss von Spektacolonia, am Eigelstein

Plattenboss Jürgen Hoppe hatte die Idee, damit die Kneipen mit kölscher Musik bestückt werden.

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„Der Karneval verlagert sich in die Kneipen“, erklärt „Spektacolonia“-Plattenboss Jürgen Hoppe seine jecke Idee. „Das bedeutet aber auch, dass viele Künstler eben seit zwei Jahren nicht mehr auftreten können.“ Damit die Künstler wenigstens „zu Gehör“ in die Kneipen kommen, überlegte Hoppe lange. Dass er selbst an der Aktion nichts verdient, dürfte die von ihm finanzierte Gratis-Lieferung an die Kneipen mit hunderten Exemplaren verdeutlichen. 

„Wir kennen uns so lange. Für uns ist das eine Ehrensache in Köln, dass man sich gegenseitig hilft“, sagt „Bierkutscher“ Daniel Siebert. Sein Kollege Ralf Schlegelmilch von den „Feiermachern“ war ebenfalls begeistert und bestückt ab sofort die Fahrten zu den Kölner Kneipen mit den „Kölsch un Jot“-Samplern.

Wirtin Angelika am Eigelstein findet die Aktion super. „Man merkt schon, dass die Leute wieder ein bisschen mehr Karneval bei uns feiern.“ Auch sie will an den „tollen Tagen“ und drumherum nicht auf den Fastelovend verzichten.

„Wir machen das klein, aber fein. Bei allen negativen Seiten von Corona ist es eine schöne Entwicklung, dass die Leute wieder im Veedel feiern. Alles ganz höösch, aber so war es früher ja auch.“ 

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