Guido Cantz„Besser als festkleben“: Seine Köln-Aktion hat schöne Folgen für alle

Guido Cantz wurde zum Grielächer des Jahres ausgezeichnet.

Guido Cantz wurde am Sonntag (12. Februar) zum Grielächer des Jahres ausgezeichnet.

Eine schöne Aktion von Bütt-Star Guido Cantz: Für jeden Auftritt in dieser Session wird ein Baum gepflanzt. So kommen 200 Gewächse zusammen.

von Bastian Ebel (bas)

Ein kleiner Hauch Frühling zieht am Montagmittag (13. Februar) über Gut Leidenhausen, als ein gut gelaunter Blondschopf mit einem Spaten ansetzt, um der Natur etwas Gutes zu tun: Im 31. Jahr auf den Kölner Bühnen steht ein bestens aufgelegter Guido Cantz auf der Streuobstwiese und pflanzt einen Apfelbaum.

Hat der Mann mitten in der Session an seinem freien Tag nichts anderes zu tun? Am Sonntag wurde er nämlich noch zum „Grielächer des Jahres“ ausgezeichnet.

Köln: Guido Cantz mit dem grünen Daumen

„Ich beschäftige mich schon länger mit dem Umweltthema. Aber anstatt mich auf den Boden zu kleben, wollte ich etwas Sinnvolles tun“, so Guido.

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Gesagt, getan: Im Rahmen der Aktion „Ein Wald für Köln“ wird der Star aus der Bütt insgesamt 200 Bäume in Ostheim spenden – für jeden Auftritt in der Session einen.

Eigentlich war das schon letztes Jahr geplant, als Guido seinen 30-jährigen Bühnengeburtstag feiern wollte. Aber da hat Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb feiert er jetzt einfach „30 plus 1“.

Auf Gut Leidenhausen also jetzt der exemplarische Startschuss mit einem Apfelbäumchen der Sorte „Schick’s Rheinischer Landapfel“.

Für Jürgen Hollstein ist der prominente Anbauer ein Segen. Hollstein ist Vorsitzender des „Freundeskreis Haus des Waldes“ und setzt sich mit seinem Verein für den Kölner Wald ein.

„Seit Beginn der Aktion Ein Wald für Köln haben wir im Stadtgebiet mehrere hunderttausend Quadratmeter Wald neu angepflanzt“, berichtet er über den Erfolg des Projektes. Wie steht es denn um den Kölner Wald, der neben der Dürre bekanntlich auch vom Borkenkäfer geplagt ist?

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„Hier und da haben wir natürlich Probleme. Aber insgesamt sind wir sehr gut aufgestellt“, so Hollstein. Natürlich müsse man bei den Neupflanzungen darauf achten, dass die Bäume Trockenheit gut abkönnen. „Deshalb setzen wir vermehrt beispielsweise auf Rotbuche.“

Guido Cantz: Erste Äpfel schon im Spätsommer 

Guidos Apfelbaum wird übrigens schon im Spätsommer die ersten Früchte tragen. Ob es seine Sorte wird? „Ich esse täglich einen Apfel. Die müssen aber sauer sein.“ Vielleicht ein Grund, warum Cantz seine Auftritte topfit und mit jeder Menge guter Laune im Karneval absolviert.

„Die Session lief bislang hervorragend. Es ist schön, dass wir alle wieder da sind“, strahlte Guido mit der Sonne um die Wette. Tolle Session, tolle Aktion: Glückwunsch zu 31 Jahren Kölner Karneval, Guido!