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Es muss nicht immer Party seinTrend Flüstersitzung: Jecke schätzen auch ruhigere Töne

Die Räuber auf der Bühne der Flora.

Die Räuber präsentierten bei der Premiere von „Die Kölsche Nostalgiesitzung“ am Samstag (13. Januar 2024) in der Flora ein spezielles Programm.

Bei den laufenden Karnevalssitzungen erleben die Formate der Flüster- und Nostalgiesitzungen einen Boom. Viele Jecke möchten auch mal aufmerksam zuhören, statt immer eine wilde Party zu feiern.

von Marcel Schwamborn (msw)Daniela Decker (dd)

Karnevalssitzungen haben sich in den vergangenen Jahren immer mehr zu wilden Partys entwickelt. Wenn Kasalla, Brings, Cat Ballou & Co. die Säle betreten, gibt es kein Halten mehr.

Doch nicht alle wollen bei den Sitzungen auf den Stühlen stehen und wild tanzen. Immer stärker zeichnet sich ein neuer Trend ab. Flüster- oder Nostalgiesitzungen ziehen immer mehr Publikum an.

Gleich mehrere Flüster- und Nostalgiesitzungen ausverkauft

Der Trend zu leiseren Karnevalsveranstaltungen ist auch in dieser Session ungebrochen. Immer mehr Jecke möchten eine Sitzung ganz entspannt genießen.

Alles zum Thema Guido Cantz

Während am Freitagabend (12. Januar 2024) die Große Kölner ihre erste von zwei ausverkauften Flüstersitzungen in der Flora zelebrierte, feierte am Samstagabend (13. Januar) „Die Kölsche Nostalgiesitzung“ der Nippeser Bürgerwehr und der Grossen von 1883 ihre Premiere. Damit veranstaltete erstmals ein Traditionskorps gemeinsam mit einer Traditionsgesellschaft eine Sitzung.

Für das Programm im historischen Ambiente der Flora konnten die befreundeten Gesellschaften karnevalistische Persönlichkeiten wie „Dä Nubbel“, Norbert Conrads, „Dä Tuppes vum Land“, Martin Schopps, „Et Klimpermännche“ und die Knippschaft engagieren.

Die Räuber präsentierten sich nicht nur „usjestöpselt“, sondern mit speziell auf das Format abgestimmte Songs. Darunter „Kölsche Junge bütze jot“, „Am Eigelstein is Musik“ oder „Titicacasee“.

Michael Gerhold, Präsident der Nippeser Bürgerwehr: „In den letzten zehn Jahren haben wir gerade in Richtung Jugend und Party einige neue Formate an den Start gebracht. Uns ist aber nicht entgangen, dass es viele Besucherinnen und Besucher gibt, denen das alles zu laut ist und die sich ein anderes Programm wünschen. Sie haben einfach keine Lust mehr auf Stehungen. Gerade bei Sitzungen mit großem Musikanteil haben es die Redebeiträge schwer. Viele Karnevalsbegeisterte freuen sich aber gerade auf diese Programmpunkte und das ist bei weitem nicht nur das ältere Publikum.“

Das Publikum zeigte sich auch begeistert vom gemeinsamen Singen. Während bei der Großen Kölner Präsident Joachim Wüst (begleitet vom Kohberg-Orchester) zusammen mit den Gästen zwischen den Programmpunkten singt, ist es bei der Nippeser Bürgerwehr und der Grossen von 1883 der Sänger des Kohberg-Orchesters, Norbert Schumacher.

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Bei beiden Veranstaltungen gab es für die Gäste ein Liederheft mit Titeln von Willi Ostermann, Karl Berbuer, Jupp Schmitz, Hans Knipp oder Ludwig Sebus. Durch das gemeinsame Singen entstand eine ganz besondere Atmosphäre im Saal.

Auch die Herrensitzung der Kölnischen Karnevalsgesellschaft am Freitagabend im vollen, großen Sartory lief ungewohnt ab. Literat Rudi Fries hatte mit Ausnahme der Cheerleader des 1. FC Köln nur Redner verpflichtet. Auch einen Elferrat gab es nicht. Lediglich Sitzungspräsident Wolfgang Baldus führte in der Kulisse der nachgebauten Geschäftsstelle durch das Programm.

Eine Herrensitzung mit Jürgen Beckers, Bernd Stelter, Guido Cantz, Martin Schopps, Volker Weininger und Thomas Cüpper, aber ohne Party-Kracher war für viele sicherlich gewöhnungsbedürftig. „Wir wollten zu den leiseren Tönen zurückkehren“, sagte Pressesprecher Dirk Kniep. Den aktuellen Trend traf die Gesellschaft damit auf jeden Fall.