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Automaten werden abgebautJetzt verschwinden im nächsten Kölner Veedel Parkplätze

Große Telegraphenstraße in Köln: Die Parksituation hier ist angespannt. Parkplätze fallen nun weg.

Copyright: Thomas Banneyer

Große Telegraphenstraße in Köln: Die Parksituation hier ist angespannt. Parkplätze fallen nun weg.

Aktualisiert

Kölns Straßen sind in diesem Viertel einfach zu eng, deshalb müssen in einem weiteren Viertel Parkplätze gestrichen werden. Das teilte die Stadt mit.

Parken in Köln wird immer mehr zu einem Luxus – entweder, weil die Gebühren immer mehr steigen. Oder weil der Platz zum Parken immer weniger wird.

Nun streicht die Stadt Köln weitere Parkplätze, diesmal im Griechenmarktviertel. 72 weitere Plätze fallen dort weg. Das teilt die Stadt am Montag mit. Der Grund: die Straßen sind zu eng.

453 Parkplätze sollen insgesamt verschwinden

Bereits im vergangenen Mai wurde festgestellt, dass mehrere Straßenabschnitte schlicht zu wenig Platz haben. Die Mindestfahrbreite von 3,05 Meter werde unterschritten, wenn Fahrzeuge dort parken. Die Stadt sei daher verpflichtet, das Parken auf der zu engen Fahrbahn zu unterbinden. Das betrifft nicht nur das Griechenmarktviertel, sondern auch weitere Veedel, unter anderem das Agnesviertel. Dort wurde der Rotstift bereits angesetzt. Ähnlich sieht es im Pantaleonsviertel und im Gereonsviertel aus. Im gesamten Stadtgebiet sollen 453 Parkplätze verschwinden. 

Ab dem 13. April werde die Maßnahme im Griechenmarktviertel umgesetzt, dann würden Parkscheinautomaten abgebaut und deren Fundamente entfernt. Auch die Beschilderung sowie die Fahrbahnmarkierung und Poller sollen angepasst werden. Fahrradständer würden ebenfalls „punktuell“ abgebaut und neu geordnet, heißt es. Gleichzeitig werde geprüft, an welchen Stellen Abstellmöglichkeiten für Lastenfahrräder, Leihräder oder E-Scooter eingerichtet werden könnten.

72 von insgesamt rund 1.330 Parkplätzen fallen weg

Allein 20 Parkplätze fallen in der Großen Telegraphenstraße weg, 14 weitere in der Frankstraße, 13 Stück sind es Am Rinkenpfuhl. Jeweils sieben Parkplätze werden in der Friedrichstraße, Huhnsgasse und in Alte Mauer am Bach gestrichen. In der Schartgasse sind es noch einmal vier. 

Die Stadt teilte auch mit, dass sie aktiv an Alternativen für zusätzlichen Parkraum arbeite. Die Verwaltung werde für das Bewohnerparkgebiet Griechenmarktviertel eine Beschlussvorlage vorbereiten, in der das Bewohnerparken ausgeweitet werden soll. Ziel sei es, so einen größeren Teil der verbleibenden Parkplätze ausschließlich für die Anwohnerinnen und Anwohner freizugeben.

Die Politik fordert für Köln außerdem den Bau von Quartiersgaragen für die Menschen vor Ort, um den Parkdruck zu mindern – ähnlich wie in einigen niederländischen Städten. Eine weitere Überlegung: Parken an Supermärkten außerhalb der Geschäftszeiten. (mg)

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