Die kölsche Delegation rund um den scheidenden Festkomitee-Präsidenten Christoph Kuckelkorn hat die Reise nach Rio de Janeiro durch die Anerkennung der karnevalistischen Partnerschaft gekrönt.
Karnevals-Delegation in RioSpektakulärer Köln-Auftritt im Sambódromo

Copyright: Festkomitee Kölner Karneval/Belibasakis
Viele bekannte Kölner Karnevalspersönlichkeiten im berühmten Sambódromo in Rio de Janeiro. Dort schauten sie sich gemeinsam die Siegerparade der Samabschulen an.
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Die Reise von Vertretern des Festkomitee-Vorstandes zusammen mit Kölner Karnevalisten in die brasilianische Karnevalshochburg Rio de Janeiro hat ihren krönenden Abschluss gefunden.
Vor 89.000 Menschen erlebte die jecke Delegation die Siegerparade der sechs besten Sambaschulen Rios im legendären Sambódromo. Die Kölner Gruppe war schwer beeindruckt.
Delegation trägt Partnerschafts-Fahne durchs Sambódromo
„Das zu erleben, ist unfassbar. Die Bilder können nicht wirklich wiedergeben, welche Atmosphäre uns dort getragen hat. Es war einfach nur fantastisch“, sagte Ex-Jungfrau Hendrik Ermen.
Bevor die Parade startete, durften die Jecken eine über 15 Meter lange Fahne, die die Partnerschaft zwischen dem Kölner Karneval und dem Karneval in Rio symbolisiert, durch das Sambódromo tragen.
Gekrönt wurde der Besuch der kölschen Delegation rund um den scheidenden Festkomitee-Präsidenten Christoph Kuckelkorn durch die offizielle Anerkennung der karnevalistischen Partnerschaft durch die brasilianische Staatsministerin für Kultur, Margareth Menezes.

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Diese große Fahne zur Partnerschaft zwischen Köln und Rio de Janeiro präsentierte die kölsche Delegation im Sambódromo.
„Das ist eine tolle Wertschätzung der brasilianischen Regierung für das Kulturgut Karneval“, sagte Christoph Kuckelkorn. „Noch wichtiger war aber der intensive Austausch mit unseren brasilianischen Kollegen der LIESA. Sie haben uns mit unglaublicher Professionalität und zugleich überschäumender Herzlichkeit empfangen und uns hinter die Kulissen der hiesigen Karnevalsorganisation blicken lassen.“
Die LIESA ist die Unabhängige Liga der Sambaschule von Rio de Janeiro und damit als Dachverband vergleichbar mit dem Festkomitee Kölner Karneval.

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Der scheidende Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn mit seiner Frau Katia im berühmten Sambódromo in Rio de Janeiro.
Von den ähnlichen Themen wie der Nachwuchsarbeit konnten sich die Kölnerinnen und Kölner bei Besuchen der Parade der Kinder- und Jugend-Sambaschulen und bei einer Tanzgruppe aus einer Favela in Rio überzeugen. „Die integrative Kraft des Karnevals über alle sozialen Grenzen und Altersgruppen hinweg war dort mit Händen greifbar“, so Kuckelkorn.
„Ähnlich wie in Köln sorgen Musik und Tanz dafür, dass schon die Jüngsten Lust auf Karneval bekommen und ihn im wahrsten Sinne des Wortes auf der Straße mitfeiern können. Lokale Sambaschulen, aber auch über 400 sogenannte ‚Blocos‘ – sozusagen Straßenumzüge im Veedel – machen den Karneval zum Gemeinschaftserlebnis und schenken den Menschen eine Auszeit vom Alltag.“

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Auch das gehörte zum Besuch in Brasilien: Boris Müller bei einer Partie Hallenfußball in der größten Favela Südamerikas.
Ziel der künftig noch intensivierten Zusammenarbeit der Karnevalsmetropolen ist neben dem Erfahrungsaustausch auf den verschiedensten organisatorischen Ebenen vorwiegend die Begegnung von Menschen, die den Karneval lieben und leben – übrigens hier wie dort weitgehend im Ehrenamt.
„Dafür haben wir einige Ansätze mitgenommen. Die Verantwortlichen von LIESA und Festkomitee wollen die Partnerschaft jedenfalls in Zukunft auf ganz praktischer und organisatorischer Ebene auf ein neues Level bringen – so wächst nicht nur das Wissen über eine andere Kultur, so wächst auch gegenseitiger Respekt über Länder und Kontinente hinweg.“

