Nächstes Jubiläum in Köln Höhner bei Reker: „Sie bewegen die Menschen“

Großer Empfang für die Höhner: Zum 50-jährigen Jubiläum hatte OB Henriette Reker ins historische Rathaus geladen.

Nur einen Tag nach den Jubiläums-Festspielen der Bläck Fööss auf dem Roncalliplatz startet die nächste Kölsche Kultband in ihr großes Goldjubiläum. Die Höhner feiern ihr 50-jähriges Bestehen. Grund genug für Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die Band sowie ehemalige Mitglieder und Gründer am Montagabend (22. August) ins historische Rathaus einzuladen.

Neben den Ur-Höhnern Peter Werner und Janus Fröhlich, die sich 1972 noch „Ne Höhnerhoff“ nannten, waren auch der ehemalige Frontmann Peter Horn (bis 1987), Franz-Martin „FM“ Willizil und Hannes Schöner gekommen.

Höhner bei Reker: Kultband wird ins Historische Rathaus der Stadt eingeladen

Für Ober-Hohn Henning Krautmacher stand die Teilnahme bis zum späten Nachmittag noch auf der Kippe: „Corona hat mir fast wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Ich war eben beim Testen. Ich bin wieder negativ und kann dabei sein.“

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In ihrer Rede fand Oberbürgermeisterin Henriette Reker emotionale Worte: „Sie bewegen nunmehr seit einem halben Jahrhundert die Herzen der Menschen, nicht nur in Köln, sondern weit über unsere Stadtgrenzen hinaus, wie zum Beispiel kürzlich beim Wacken Festival. Ihre Musik steht für Heimatgefühl, Lebenslust sowie für die Liebe zum Fastelovend. Aber die Höhner sind für mich weit mehr als beste Unterhaltung zur fünften Jahreszeit.“

Die Höhner beim Gruppenfoto im Historischen Rathaus in Köln.

Höhner aus mehreren Generationen waren zum feierlichen Anlass gekommen.

Gerade die gesellschaftsrelevanten und selbstironischen Songs der Band stellte die Oberbürgermeisterin in den Fokus. „Ob 2009, als ihr euren Bandnamen Höhner genutzt habt, um mit dem Lied ‚Johanna, das Huhn‘ gegen die Haltung von Legehennen in sogenannten Batterien zu protestieren.”

Emotionale Worte: Reker erinnert an Höhner-Auftritt nach Silvesternacht 2015

Das Lied wurde zum Erkennungszeichen des Tierschutzbundes und setzte eine Debatte über Legebatterien in Gang.

Reker: „Auf immer verbinden wird mich mit euch Silvester 2015, als wir im Schatten des Doms standen und gemeinsam mit dem Chor ‚Grenzenlos‘ sangen und gezeigt haben, dass Köln zusammensteht gegen Rassismus und gegen jede Form der sexualisierten Gewalt. Mit diesem außergewöhnlichen Auftritt haben wir deutlich gemacht, dass wir für ein friedliches, vielfältiges, weltoffenes und engagiertes Köln eintreten.“

Bevor sich die Musiker in das Gästebuch der Stadt Köln eintrugen, ging Henriette Reker auf den Abschied von Henning Krautmacher ein. „Lieber Henning, du hast einen großen Beitrag zum Erfolg der Band geleistet. Wir werden dich und deinen markanten Schnäuzer vermissen, aber nicht vergessen. Mir bleibst du in Erinnerung für dein unermüdliches Engagement für Obdachlose, Geflüchtete, Kinder und Kranke. Ich wünsche dir eine wunderbare Zeit nach 37 Jahren als Frontmann.“

Gästeliste prominent besetzt: Reker empfängt Höhner im historischen Rathaus

Mit einem verschmitzten Lächeln stellte Reker fest: „So, ab sofort sind die Höhner im Amt der Oberbürgermeisterin aktenkundig – und zwar mit euerm Eintrag ins Gästebuch.“ Als Überraschung für die Band hatte Reker die „Lucky Kids“ unter der Leitung von Michael Kokott eingeladen. Sie begeisterten unter anderem mit der FC-Hymne der Höhner („Mer stonn zo dir, FC Kölle“).

Wie groß der Hof war, der den Höhnern gemacht wurde, zeigt die Gästeliste des Abends: Unter anderem waren Kölns Alt-OB Jürgen Roters, Polizeipräsident Falk Schnabel, Ehrenbürgerin Hedwig Neven DuMont, Ludwig Sebus, Toni Schumacher, Christian DuMont Schütte, Eberhard Bauer-Hofner, Arena-Chef Stefan Löcher. Guido Cantz, Hanz Thodam von den Bläck Fööss, KölnKongress-Chef Bernhard Conin, Olympiasportlerin Ulrike Nasse-Meyfarth, Schauspielerin Renan Demirkan und Sebastian Hässy, der Dirigent der Jungen Sinfonie Köln, mit von der Partie.

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