Drogen-Razzia in Köln Darknet-Shop fliegt auf: Im Keller macht Zoll die entscheidende Entdeckung

Mitarbeiter des Zolls gehen zu einer Razzia.

Bei einer Razzia, hier ein Symbolfoto aus Frankfurt a.M. im April 2021, sind zwei Männer festgenommen worden.

Ermittlungen seit 2019 haben am Dienstagmorgen zu einem Großeinsatz des Zolls geführt. Im Visier: Drogendealer, die ihre Ware über das Darknet verkauft haben sollen.

Köln. Drogen-Razzia, unter anderem in Köln! Unter Leitung der bei der Staatsanwaltschaft Köln angesiedelten Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime (ZAC NRW) durchsuchten am Dienstagmorgen (21. September) Fahnder des Zollfahndungsamtes Hamburg zehn Wohnungen in Köln, Hürth, Frechen, Nettetal und im niederländischen Venlo. Das vermeldete der Zoll am Dienstagmittag.

Dabei war unter anderem eine Spezialeinheit des Zolls im Einsatz, die gegen zwei Tatverdächtige die Haftbefehle vollstreckte. Im Keller einer der durchsuchten Wohnungen machten die Zollbeamten die entscheidende Entdeckung: ein Labor, das vermutlich für die Herstellung der Drogen genutzt wurde.

Drogen-Razzia: Wohnungen in Köln, Hürth und Frechen durchsucht

Die Durchsuchungen brachten auch mehrere Kilogramm verschiedener Betäubungsmittel ans Licht, die vor Ort sichergestellt wurden. Außerdem wurde ein Springmesser und ein Schlagring gefunden.

Wie der Zoll berichtet, wird das Ermittlungsverfahren in dem Fall bereits seit Ende 2019 geführt. Im Fokus stehen insgesamt acht Beschuldigte im Alter von 21 bis 61 Jahren wegen des Verdachts des unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und Geldwäsche. Die Beschuldigten sollen ihre Ware unter anderem über das Darknet, wo Waffen- und Drogenhandel an der Tagesordnung sind, verkauft haben.

Verdächtige sollen Drogen über das Darknet verkauft haben

„Der Zoll bekämpft entschlossen den Rauschgifthandel über das Darknet. Wir wollen auch dort Handelsstrukturen zerstören“, kommentiert Stephan Meyns, Pressesprecher des Zollfahndungsamtes Hamburg, den Einsatz. Und weiter: „Unser Ziel ist es auch, aus illegalen Geschäften erlangte Gewinne abzuschöpfen. Verbrechen soll sich nicht auszahlen.“

Aus diesem Grund erließ das Amtsgericht Köln gegen die Beschuldigten Arrestbeschlüsse in Höhe von insgesamt rund 350.000 Euro. Am Dienstag sicherten die Zollbeamten etwa 75.000 Euro Bargeld, drei hochwertige Armbanduhren, Goldschmuck, sechs Autos und ein Motorrad.

Insgesamt gut 100 Einsatzkräfte sollen laut Angaben des Zolls an den Durchsuchungen beteiligt gewesen sein. Die Ermittlungen werden weiter andauern. Da aber umfangreiches Beweismaterial gefunden wurde, dürfte den Ermittlern ein entscheidender Durchbruch in dem Fall gelungen sein. (tw)

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