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Brauhaus-GeheimnisBevor hier Kölsch floss, wurde Kult-Schnaps gebrannt

Der damalige Braumeister Gregor Schareck (r.) stößt mit dem 2010 verstorbenen Brauerei-Chef Hubert Heller an.

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Der damalige Braumeister Gregor Schareck (r.) stößt mit dem 2010 verstorbenen Brauerei-Chef Hubert Heller an (Archivfoto).

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Bevor an der Roonstraße Kölsch floss, wurde hier Kabänes gebrannt – jetzt feiert das Hellers Brauhaus Jubiläum.

Wer heute an der Roonstraße im Hellers Brauhaus ein Kölsch bestellt, trinkt an einem Ort mit doppelter Geschichte. Denn bevor hier gezapft wurde, wurde hier gebrannt.

Das Traditionshaus Flimm, Kölns berühmter Hersteller des Magenschnapses „Kabänes“, war an dieser Adresse ansässig – bis die Firma 1976 ins zehn Kilometer entfernte Brühl umzog. „Der Halbbitter vom Rhein“, warb Flimm einst für sein Kabänes, das seit 1952 auf dem Markt ist. Fast zeitgleich, 1975, entdeckte der Gastronom Hubert Heller das Gebäude für sich.

Hellers Brauhaus: Gründer starb im Alter von 62 Jahren

Heller eröffnete dort zunächst 1978 das „Rottweiler“, später das „Deutsche Bierhaus“. Ende der 1980er-Jahre begann er, selbst Bier zu brauen – erst Wiess, dann Kölsch. 1991 kam sein erstes eigenes Bier auf den Markt, fünf Jahre später, 1996, eröffnete schließlich das Hellers Brauhaus unter seinem heutigen Namen.

Aus seinem Lebenswerk wurde Heller früh jäh herausgerissen: Der Betreiber des Biergartens im Volksgarten und des Brauhauses starb im Januar 2010 mit nur 62 Jahren. Kurz zuvor war bei ihm Krebs festgestellt worden. Er war auch beim Gastroverband Dehoga aktiv, saß im Kölner Vorstand und im Präsidium der Gruppe Nord-Rhein.

Heute führen seine Tochter Anna Heller und ihr Mann Steffen Potratz-Heller den Betrieb weiter – und feiern in diesem Herbst 30 Jahre Hellers Brauhaus.

„Das Hellers Brauhaus ist für uns viel mehr als eine Gastronomie“, sagt Anna Heller. „Es ist ein Stück Familiengeschichte und seit Jahrzehnten ein fester Teil des Kwartier Latäng. Besonders schön ist, dass sich hier bis heute ganz unterschiedliche Generationen treffen und das Haus seinen eigenen Charakter bewahrt hat.“

Das Foto zeigt die „Rottweiler“-Gaststube, Vorgänger des Hellers.

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Das Foto zeigt die „Rottweiler“-Gaststube, Vorgänger des Hellers.

Genau das lässt sich auch über das Gebäude selbst sagen. Schon zu Kabänes-Zeiten war die Roonstraße ein Kölner Anziehungspunkt, heute prägt das Brauhaus mit seinem jungen, studentischen Publikum das Kwartier Latäng. Neben dem Stammhaus gehören auch Hellers Volksgarten und der Schwimmbad-Rheinsommergarten in Riehl zum Betrieb.

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Gefeiert wird das Jubiläum mit einem Programm aus kölscher Musik und Kultur: Den Auftakt macht am 28. September eine kölsch-französische Soirée, es folgen mehrere Krätzjer-Abende und Quizkönig-Termine.

Am 7. November findet die „Lange Nacht der Kölschen Brauhäuser“ statt – dann kostet das Kölsch im Hellers so viel wie vor 30 Jahren. Damals lag der Kölschpreis (0,2 Liter) im Schnitt bei 1,50 D-Mark bis 1,80 D-Mark.

Habt ihr im Hellers gefeiert oder gearbeitet? Meldet euch bei uns! Fotos und Infos jetzt hier schnell und einfach hochladen.

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