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Trump-Rettung gescheitertUS-Billigflieger ist pleite, Hunderte Passagiere sitzen fest

Spirit Airlines

Copyright: Joe Cavaretta/TNS via ZUMA Press Wire/dpa

Spirit Airlines steckte schon seit vergangenem August in einem Insolvenzverfahren. (Archivbild)

US-Airline Spirit ist pleite: Hunderte Passagiere gestrandet

Drama in den USA: Die Billigfluglinie Spirit Airlines ist insolvent. Ein Rettungsversuch durch die Regierung von Donald Trump ist fehlgeschlagen – nun harren Hunderte an Airports aus.

Aus und vorbei! Die amerikanische Fluggesellschaft Spirit Airlines hat die kontrollierte Beendigung ihres Betriebs angekündigt. Alle Verbindungen wurden gestrichen, der Kundendienst ist nicht länger erreichbar. Für zahlreiche Passagiere ein Albtraum.

Bis zuletzt hatte die Administration von Präsident Donald Trump versucht, die Fluglinie zu bewahren. Der Plan sah vor: Der amerikanische Staat sollte Spirit mit einem Darlehen unterstützen und im Gegenzug Anteile am Konzern bekommen. Wie aus Medienberichten hervorgeht, war eine Finanzspritze von rund 500 Millionen US-Dollar im Gespräch. Als Gegenleistung hätte die Regierung eine Beteiligung von bis zu 90 Prozent erhalten können.

Teures Kerosin und geplatzte Rettung

Doch der Plan ging nicht auf. Trump hatte zwar gefordert, dass der Staat als bevorrechtigter Gläubiger behandelt wird, doch andere Investoren waren mit diesen Auflagen offenbar nicht einverstanden. Die Verhandlungen wurden ohne Ergebnis abgebrochen.

Für Spirit Airlines ist dies das tragische Ende eines langen Ringens. Bereits seit August des Vorjahres befand sich die Fluglinie im zweiten Insolvenzverfahren binnen kurzer Zeit. Die Absicht, im Sommer mit verringerten Verbindlichkeiten neu zu starten, wurde durch die stark angestiegenen Kerosinkosten als Folge des Iran-Krieges zunichtegemacht.

Hunderte Passagiere an Flughäfen gestrandet

Die Auswirkungen sind heftig: An mehreren US-Flughäfen saßen Hunderte Fluggäste fest, deren Maschinen in der Nacht zum Samstag hätten abheben sollen. Immerhin: Andere Fluggesellschaften haben angekündigt, den gestrandeten Reisenden helfen zu wollen.

Die Krise bei Spirit wird als hausgemacht betrachtet. Scott Kirby, der Chef des Wettbewerbers United Airlines, machte klar, dass das Problem im Geschäftsmodell zu finden sei. Die hohen Treibstoffpreise hätten die Abwärtsspirale nur beschleunigt. Ein „Wie bitte?!“-Moment in der Firmengeschichte: Schon 2022 sollte Spirit vom Rivalen JetBlue übernommen werden, doch Wettbewerbshüter der damaligen Regierung von Präsident Joe Biden zogen dagegen vor Gericht und ein Richter blockierte den Deal.

Trump greift gerne bei US-Firmen ein

Ein Eingreifen der Regierung zugunsten eines einzelnen Konzerns ist zwar außergewöhnlich, aber nicht ohne Beispiel. So wurde die Luftfahrtbranche bereits nach den Terrorattacken vom 11. September 2001 oder während der Corona-Pandemie staatlich gefördert.

Trump hatte in seiner zweiten Amtszeit schon eine erhöhte Bereitschaft signalisiert, den Staat im Gegenzug für Finanzspritzen Anteile an Firmen übernehmen zu lassen. Ein Beispiel hierfür ist der Chip-Gigant Intel, bei dem die US-Regierung einen Anteil von circa zehn Prozent für bereits zugesagte Milliardensubventionen erhielt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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