Nur 15 Profi-MinutenNach Lobeshymnen: FC-Transfer wirft Fragen auf

Reigan Heskey (1. FC Köln) am Ball im Franz-Kremer-Stadion.

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Reigan Heskey spielte am 13. September 2026 für die Regionalligamannschaft des 1. FC Köln gegen Bergisch Gladbach. 

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Der 1. FC Köln sorgte im Sommer für Schlagzeilen, weil Top-Talente aus England verpflichtet werden konnten. Doch nach einigen Lobeshymnen spielte ein Profi zuletzt keine Rolle mehr beim FC.

Ein Kölner Transfer sorgte im Sommer 2026 für Jubel im Klub-Umfeld und Aufsehen bei der gesamten Konkurrenz. Der FC konnte Reigan Heskey von Manchester City verpflichten!

Der 18-Jährige erhielt einen Vertrag bis 2031 und kostet erst einmal kolportierte 2,4 Millionen Euro. Doch aus dem Schnäppchen kann ein teures Geschäft werden. Aus England heißt es: Die Ablösesumme kann auf bis zu acht Millionen Euro ansteigen. Zudem hat sich City eine Weiterverkaufsbeteiligung, eine Rückkaufoption sowie ein Vorkaufsrecht gesichert. 

Reigan Heskey, eines der größten Talente europaweit

Beim FC feierte man sich Mitte Juli selbst für den Deal. FC-Trainer René Wagner (38) schwärmte: „Er ist auf seiner Position europaweit eines der größten Talente. Ich bin brutal froh, dass sich Reigan für uns entschieden hat. Wir sind nicht die Einzigen, die ihn gerne gehabt hätten. Es macht uns stolz, dass er sich für uns entschieden hat. Er hat ein brutales Tempo und Eins-gegen-eins, dazu einen super Abschluss. Er ist ein Spieler, der im letzten Drittel den Unterschied machen kann. Er wird uns guttun.“

Nach den ersten Wochen am Geißbockheim gibt es beim Heskey-Transfer jedoch einige große Fragezeichen. Wagner ruderte Anfang September schon zurück: „Es hat nichts mit seinem unbestrittenen Talent zu tun. Er war in der Jugend bei City ein Unterschiedsspieler, das war aber U19- und U21‑Fußball. In der Bundesliga gehört aber mehr dazu, als im Eins-gegen-eins unfassbar gut zu sein.“

Während der wenige Monate ältere Mikey Moore (19, von Tottenham ausgeliehen) gleich bei den Profis eine tragende Rolle spielte und in drei Einsätzen auf 209 Spielminuten kam, musste Heskey in Extraschichten einige Defizite beseitigen. Wagner sprach konkret von Fitness und Kapazität: „Fußballerisch haben wir keine Bedenken, dass er sofort Einfluss nehmen kann, aber er muss die Bundesliga auch athletisch bewältigen.“

Nach einem 15-Minuten-Einsatz beim 1:4 beim VfB Stuttgart stand Heskey nicht mehr im Profikader. Mitte September wurde er dann in der Regionalliga gegen Bergisch Gladbach eingesetzt (1:2). Als die FC-Profis am 19. September mit 1:2 beim Hamburger SV verloren, stand Heskey nicht im Kader. Auch bei der U21 fehlte er in der Regionalliga (2:3-Niederlage bei Aufsteiger Westfalia Rhynern).

Viele Beobachter fragen sich: Warum spielt der Profi, der mit gewaltigen Vorschusslorbeeren zum FC kam, weder bei den Profis noch in der 2. Mannschaft eine Rolle? Warum wird Oldie Marius Bülter (33) dem Youngster vorgezogen? Oder auch: Warum wurde Youssoupha Niang (20, seit der U17 beim FC) vor der Saison an  Zweitligist St. Pauli verliehen?

Beim FC hieß es zuletzt, dass Heskey jetzt bei der englischen U19 Spielpraxis sammeln würde. Drei Freundschaftsspiele stehen jetzt an. Am 25. September trifft England auf Irland, am 29. September auf Norwegens U18 und am 5. Oktober auf Belgien.

Ob Heskey, Sohn des ehemaligen Liverpool-Stürmers Emile Heskey (48), anschließend nach seiner Geißbockheim-Rückkehr eine Option für das wichtige Heimderby gegen Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 11. Oktober, 15.30 Uhr, Liveticker auf EXPRESS.de) ist, darf bezweifelt werden.

Am Tag zuvor trifft der FC II in der Regionalliga West auch auf Mönchengladbach. Vielleicht spielt Heskey ja eher im Nachwuchs-Derby eine Rolle. Als er im Sommer ans Geißbockheim kam, hatten viele nach den Aussagen der FC-Verantwortlichen eigentlich damit gerechnet, dass er sofort einen festen Platz bei den Profis ergattern würde.